Villeroy & Boch
Kein neues Papst-Geschirr
Seit Jahrzehnten stattete Villeroy & Boch den Vatikan mit Geschirr aus, doch damit ist es jetzt vorbei. Papst Franziskus verzichtet auf ein edles Kaffee- und Tafelservice. Der Keramikhersteller habe versucht,
Seit Jahrzehnten stattete Villeroy & Boch den Vatikan mit Geschirr aus, doch damit ist es jetzt vorbei. Papst Franziskus verzichtet auf ein edles Kaffee- und Tafelservice. Der Keramikhersteller habe versucht, diese schöne Tradition fortzusetzen, so Aufsichtsratschef Wendelin von Boch-Galhau in der Freitagausgabe der "Süddeutschen Zeitung", aber das Oberhaupt der katholischen Kirche habe kein Geschirr gewollt. "Ich denke, das hängt mit der großen Bescheidenheit zusammen, mit der dieser Papst ausgestattet ist, und mir ist das durchaus sympathisch", zitiert die Zeitung den Unternehmer aus Mettlach.
Bei den "Papst-Geschirren" handele es sich um Knochenporzellan, "feinste Qualität mit dem jeweiligen päpstlichen Wappen", so Boch-Galhau. Benedikt XVI. müsse das Geschirr genutzt haben, folgert der Aufsichtsratschef aus Nachbestellungen. In Rechnung gestellt hat Villeroy & Boch die Lieferungen übrigens nie.
Das Geschirr von Benedikt XVI., das Wendelin und Brigitte von Boch ihm 2007 in einer Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom schenkten, bleibt somit das letzte. Alle 224 Teile der Sonderanfertigung tragen das persönliche Wappen des Papstes. Eine kleine repräsentative Auswahl ist derzeit im Museum in der Alten Abtei in Mettlach zu sehen.

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