Höffner

"Kein anderes Möbelunternehmen verkauft mehr Küchen in Deutschland als wir"

Der Countdown läuft: Am 27. Dezember will Möbel Höffner seinen 46.000-er in Neuss ans Netz bringen. Damit der Betrieb dann auch wirklich laufen kann, erhielten nun die ersten neuen Mitarbeiter ihre Arbeitsverträge. 114 Männer und Frauen bekamen die Dokumente in einer Feierstunde überreicht, berichtet die "Westdeutsche Zeitung". Insgesamt stellt der Möbel-Multi am neuen Standort 400 Menschen ein - darunter 72 ehemals Arbeitslose. Für Höffner seien gute Mitarbeiter wichtig, erklärte Geschäftsführer Thomas Dankert. "Viele bleiben bis zur Rente bei uns."

Der neue Palast ist das bundesweit 18. Höffner-Haus. 100 Mio. Euro nimmt das Unternehmen für den Standort in die Hand - "die Investition in die Ausbildung der neuen Mitarbeiter nicht eingerechnet", führt Dankert fort.

Gleichzeitig gibt sich der Geschäftsführer auch mit Blick auf den Wettbewerb in der Region selbstbewusst. "Das Neusser Haus wird das größte in der Region sein", betonte er. Und nicht nur dort: auch innerhalb des Unternehmens setzt es sich als größtes und modernstes der Gruppe an die Spitze.

Neben dem Möbelhaus entsteht in Neuss auch ein wichtiger Logistikstandort für Höffner, von dem aus künftig alle Küchen ausgeliefert werden sollen. "Kein anderes Möbelunternehmen verkauft mehr Küchen in Deutschland als wir", ist sich Dankert sicher. Ikea scheint er bei seinen Überlegungen allerdings außen vor gelassen zu haben. Denn die Schweden machen mit Möbeln und Küchen hierzulande einen Umsatz von zwei Mrd. Euro - von insgesamt über 4 Mrd. Euro. 450 Mio. Euro davon entfallen nach Schätzungen der "möbel kultur" auf die 160.000 bis 170.000 Küchen, die jährlich über die Verkaufstresen gehen. Höffner hatte 2012 mit dem Segment geschätzte 220 Mio. Euro erwirtschaftet.

Anmerkung (vom 20.10.2014): Höffner-Geschäftsführer Thomas Dankert hat die Aussage inzwischen präzisiert: "Kein anderes Möbelhaus liefert und montiert in Deutschland mehr Küchen als Höffner." Da Ikea seinen Schwerpunkt im Bereich zerlegter Küchen hat, sind die Schweden bei Höffners Ranking außen vor. Konkrete Umsatzzahlen nennt Thomas Dankert jedoch nicht.

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