AEG

Kaum Hoffnung für den Standort Nürnberg

Seitdem bekannt wurde, dass der Electrolux-Konzern die Wirtschaftlichkeit des Nürnberger AEG-Stammwerks prüfen wird, scheinen sich die Chancen auf eine Weiterführung immer mehr zu verschlechtern. Anlässlich einer Konzernsitzung in Brüssel werde

Seitdem bekannt wurde, dass der Electrolux-Konzern die Wirtschaftlichkeit des Nürnberger AEG-Stammwerks prüfen wird, scheinen sich die Chancen auf eine Weiterführung immer mehr zu verschlechtern. Anlässlich einer Konzernsitzung in Brüssel werde der AEG-Aufsichtsrat heute die Schließung empfehlen, so berichtet unter anderem das "Handelsblatt" in seiner heutigen Ausgabe. Diskussionsgrundlage werden vor allem das von der Gewerkschaft IG Metall in Auftrag gegebene Gutachten und das Entgegenkommen der Belegschaft im Hinblick auf freiwilligen Lohnverzicht und flexible Arbeitszeiten. Doch schon zuvor hatte Konzernchef Hans Straberg verkündet, dass selbst weitreichende Lohnkostensenkungen nicht ausreichen, um die Produktion von Waschmaschinen und Geschirrspülern in Nürnberg auf einen rentablen Weg zu bringen. Im Rahmen einer Presseveranstaltung zur Küchenmesse in Westfalen hatte Martin Wolgschaft als Geschäftsführer der AEG noch die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass das Aus für Nürnberg durch Streichung von Stellen verhindert werden könnte.