Die meisten Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum landen, werden im Ausland produziert.

"Made in Ausland"

Kaum Deutsches unterm Weihnachtsbaum

"Made in Germany" hat kaum noch Geltung - zumindest unter deutschen Weihnachtsbäumen: Zwar ist Qualität für die Deutschen beim Kauf von Weihnachtsgeschenken das mit Abstand wichtigste Entscheidungskriterium. Was auf dem Gabentisch landet, wird in aller Regel jedoch nicht in Deutschland hergestellt, sondern im Ausland. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut FORSA für die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) durchgeführt hat.

Darin gab die große Mehrheit der Befragten (69 Prozent) an, ihre Weihnachtsgeschenke hauptsächlich nach der Qualität auszuwählen. Das Herstellungsland spielt nur für 9 Prozent der Befragten die Hauptrolle, der Preis nur für 19 Prozent.

Die Probe aufs Exempel bei den Top 3 der beliebtesten Weihnachtsgeschenke: Platz eins geht auch dieses Jahr wieder an Spielwaren. Fast jeder Zweite (48 Prozent) legt seinen Liebsten Spielzeug unter den Weihnachtsbaum. Auf Platz zwei folgen Bekleidung und Schuhe (36 Prozent) und knapp dahinter Unterhaltungselektronik (35 Prozent). Alle drei Warengruppen zeichnen sich durch einen besonders hohen Importanteil aus: So werden laut "Branchenbrief International der Spielwarenindustrie" über 75 Prozent der in Deutschland verkauften Spielwaren importiert. Bei Bekleidung und Schuhen liegt der Importanteil nach Angaben des Gesamtverbands Textil und Mode sogar bei 90 bis 95 Prozent. Unterhaltungselektronik kommt laut dem Branchenverband Bitkom zu rund 80 Prozent aus dem Ausland.

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