Kettler

Kaufvertrag unterzeichnet

Kettler hat eine Zukunft: Die deutsche Beteiligungsgesellschaft Lafayette Mittelstand Capital (Sitz: Frankfurt am Main) übernimmt die Traditionsmarke und hat vergangene Woche den Kaufvertrag unterzeichnet. Erst im Juli hatte der Gartenmöbel, Sport- und Freizeitgerätehersteller zum zweiten Mal in der Firmengeschichte Insolvenz anmelden müssen.

„Gerade in Umbruchsituationen beteiligen wir uns seit zehn Jahren an mittelständischen Unternehmen mit besonderem Wachstumspotenzial“, so ein Sprecher des Investors. „Kettler, immer wieder Trendsetter und 2007 zur ‚Marke des Jahrhunderts‘ gekürt, passt gut zu unserer Beteiligungsphilosophie. Dem entsprechend wollen wir gemeinsam mit dem Management, angeführt von Olaf Bierhoff, mit einem Turnaround die Kurve von der Traditions- zur Trendmarke kriegen.“

Der Kaufvertrag steht derzeit noch unter Gremienvorbehalt und weiteren vereinbarten Bedingungen. Diese müssen bis Jahresende erfüllt werden, damit das Dokument rechtswirksamen Status erhält. Rund 500 Arbeitsplätze in den Werken in Soennern, Ense-Parsit und Werl bleiben erhalten. Etwa 170 der aktuell 700 Kettler-Mitarbeiter sollen in den kommenden Wochen in eine Transfergesellschaft wechseln, in der sie weiter beschäftigt und qualifiziert werden.

„Dank der tatkräftigen Mitwirkung aller Beteiligten konnten wir nach einem zu Beginn recht schwierigem Prozess nun eine Lösung erarbeiten, welche dem Unternehmen erlauben sollte, erstmals nach langer Zeit sich wieder auf Wachstum und der Dienstleistung für Kettler begeisterte Kunden und Händler fokussieren zu können“, erklärt Olaf Bierhoff, der designierte Geschäftsführer der neuen Kettler Gruppe.

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