Kinnarps und Samas

Kaufvertrag geschlossen

Nun ist es unter Dach und Fach: Der schwedische Büromöbelhersteller Kinnarps hat die größten Teile der Samas Deutschland Gruppe erworben. Der Kaufvertrag wurde zwischen Kinnarps und dem Insolvenzverwalter der Samas Deutschland Gruppe, Tim Brauer, am vergangenen Freitag unterzeichnet. Mit dieser Übernahme wird die Kinnarps AB einer der größten Büromöbelhersteller und -einrichter in Europa.

Soweit die zwischen dem Insolvenzverwalter und den Personalvertretungen vorverhandelten Vereinbarungen in diesem Monat umgesetzt werden, sollen zum 1. März 2010 die Samas-Standorte in Worms und Minden inklusive ihrer Produktion, der Verwaltung und dem Vertrieb sowie der Samas-Handelshäuser in den Besitz von Kinnarps übergehen. Insgesamt bis zu 480 Mitarbeiter sollen dabei übernommen werden. Auch die Rechte an den Marken Drabert, Martin Stoll, Fortschritt, Schärf, MBT sowie an den entsprechenden Produkten sind Bestandteil des Erwerbs. Den Vorsitz der Geschäftsführung der neuen Kinnarps Samas GmbH übernimmt Christian Nawin. Innerhalb der Geschäftsführung zuständig für Vertrieb und Marketing wird zukünftig Jörg Pannekoike sein. Die Geschäftsführung der beiden Produktionsgesellschaften der Kinnarps Samas Deutschland Gruppe wird Zeljko Ciganovic übernehmen.

Das Werk Trebbin wird noch in den kommenden sechs Monaten die Produkte der Marke MBT liefern. Danach wird die Produktion dieser Marke an andere Standorte der Kinnarps Gruppe verlegt werden. Die Kinnarps Büromöbel GmbH in Ratingen wird unabhängig von der neuen Gesellschaft als eigenständige Organisation weiter am Markt operieren. Nähere Details über eine abgestimmte Vorgehensweise beider Organisationen werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

[page_break] Der Insolvenzverwalter zeigte sich zufrieden mit der in den letzten 10 Wochen verhandelten Vereinbarung: "Trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde ein für die Branche wichtiges Unternehmen in seinem Kern erhalten, Zweidrittel der deutschlandweit 720 Arbeitsplätze erhalten und für die Gläubiger ein angemessener Kaufpreis erzielt." Und Christian Nawin, Sprecher der Geschäftsführung ergänzt: "Der neue solide Eigentümer sichert den Bestand eines führenden und traditionsreichen Büromöbelherstellers in Deutschland. Mit dem Qualitätsstandard sowie den neuen Produktions- und Logistikkapazitäten können wir künftig die Kundenanforderungen effizient erfüllen und werden über die gemeinsame Vertriebsstrategie die bisherigen Stärken von Samas und seinen Marken auf dem deutschen Büromöbelmarkt weiterentwickeln."

Erfreut über den Abschluss zeigt sich auch Henry Jarlsson, CEO von Kinnarps: "Die eigene Produktion in Deutschland, eine starke Produktentwicklung sowie die händlerbasierte Vertriebsstrategie ergänzt durch ein effektives Key-Account-Management gibt uns die Möglichkeit, eine der führenden Positionen in Deutschland und auf dem europäischen Markt einzunehmen. Die Zusammenarbeit mit dem Handel werden wir intensivieren und dafür sorgen, dass er die Unterstützung erhält, die für einen optimalen Service nötig ist."

Für das erste Geschäftsjahr erwartet das Familienunternehmen mit der neuen Gesellschaft einen Umsatz von knapp 450 Millionen Euro.

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