Ikea
Kaarst wird erster “More Sustainable Store” weltweit
Ikea hat sich abermals entschieden, an einem deutschen Standort ein neues Konzept zu testen. Während sich die Schweden in Hamburg-Altona erstmals in der Innenstadt angesiedelt hatten, soll der Neubau in
Ikea hat sich abermals entschieden, an einem deutschen Standort ein neues Konzept zu testen. Während sich die Schweden in Hamburg-Altona erstmals in der Innenstadt angesiedelt hatten, soll der Neubau in Kaarst das neue Umwelt-Vorzeigehaus werden. Unter dem Projekttitel „More Sustainable Store“ soll dort weltweit zum ersten Mal das Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten umgesetzt werden. Dazu gehört neben dem Einsatz umweltschonender Techniken und einem besonderen Architektur-Konzept auch die Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistern und lokalen Kooperationen.
100 Millionen Euro investiert Ikea am neuen Standort im Gewerbegebiet Am Hüngert II. Der Baustart ist für Anfang 2016, die Eröffnung für Sommer 2017 geplant. Kaarst wurde auch gewählt, weil es deutschlandweit der kleinste Standort ist, der im Zuge des Neubaus auch vergrößert werden soll.
Im Mittelpunkt des neuen Konzeptes steht der Mensch und damit die Bedürfnisse der Kunden als auch die der Mitarbeiter. „Das Haus soll eine Art Treffpunkt für unsere Kunden werden, an dem sie ein inspirierendes Einkaufserlebnis haben und auch erfahren können, wie man ein nachhaltigeres Leben zu Hause führt,“ so Ikea-Expansionschef Johannes Ferber.
„Wie in einer Art Baukastenprinzip können dann einzelne Elemente auf neue Ikea Einrichtungshäuser übertragen werden, also über die Grenzen von Kaarst und Deutschland hinaus“, ist Ulf Wenzig, Nachhaltigkeitsmanager von Ikea Deutschland überzeugt. Eingebettet ist das neue Konzept in die weltweite Nachhaltigkeitsstrategie („People and Planet Posotive“). Hier hat sich der Konzern zum Ziel gesetzt, verantwortungsvoll mit der Erde, ihren Rohstoffen und Menschen umzugehen. So plant das Unternehmen beispielsweise bis 2020 energieunabhängig werden.
Doch es geht um weit mehr als umwelttechnische Aspekte. Ikea will zudem überall ein guter Nachbar sein und Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. „Aus diesem Grund werden wir in Kaarst das Café Buxbaum erhalten und als Treffpunkt weiter ausbauen“, erläutert Detlef Boje. Der Konzern plant dort mit Hilfe lokaler Kooperationspartner u.a. ein Repair-Café (betrieben von einem Seniorenverein), ein integratives Künstleratelier (Café Einblick Kaarst) und einen professionellen Bandproberaum (Musikschule Koll).
Im Außenbereich wird in Kooperation mit dem Nabu auf ein innovatives Outdoorkonzept mit viel Grün gesetzt, einem Grillplatz sowie verschiedenen Spiel- und Sportmöglichkeiten. Zudem spielt Tageslicht eine große Rolle im Sustainable Store: „Hier setzen wir erstmals auf ein integriertes Tageslichtkonzept, um den Kunden und Mitarbeitern eine besondere Wohlfühl-Atmosphäre zu bieten“, sagt Detlef Boje. Vor dem Eingang wird es einen größeren Platz („Plaza“) geben, wo auch das Outdoor-Sortiment präsentiert wird.
Wichtig ist darüber hinaus eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zudem ist Ikea Kaarst an das internationale Radwegenetz angebunden. Und es wird Schnellade-Stationen für Elektroautos und E-Bikes geben.
Last but not least soll Kaarst eines der energieeffizientesten Ikea-Einrichtungshäuser weltweit werden – mit alternativen Energien und innovativen Konzepten, einem Blockheizkraftwerk, einer Photovoltaik-Anlage und Solarthermie. Hinzu kommen Abwasser- und Regenwassernutzung.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren