Alno

Jetzt wird auch in Pfullendorf der Rotstift angesetzt

Die Restrukturierung bei Alno betrifft jetzt auch den Standort Pfullendorf: Mit Wirkung vom 1. April 2008 werden 200 Mitarbeiter dort abgebaut, so hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung beschlossen.

Die Restrukturierung bei Alno betrifft jetzt auch den Standort Pfullendorf: Mit Wirkung vom 1. April 2008 werden 200 Mitarbeiter dort abgebaut, so hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Dies entspricht einem Fünftel der insgesamt 1.000 Beschäftigten am Stammsitz des Konzerns. Dazu erklärte Vorstandschef Dr. Georg Kellinghusen: "Leider kommen wir nicht umhin, in der anhaltend schwierigen Marktsituation über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu reagieren und gerade auch die hohen Personalkosten anzugehen. Nur so wird Alno im Wettbewerb langfristig erfolgreich sein können." Bekanntlich strebt die AG nach mindestens fünf Prozent Marge (EBT).
Über weitere Maßnahmen gibt es noch keine konkreten Informationen, doch wird noch einmal betont, dass der Kurs zu einem ausgeglichenen Ergebnis bereits in 2008 auf jeden Fall eingehalten werden soll. Wie schwierig die aktuellen Voraussetzungen sind, sowohl konjunkturell als auch intern, signalisiert nicht zuletzt eine erneute Kapitalerhöhung. So soll das Grundkapital der Gesellschaft von derzeit 39.243.170,20 Euro durch Ausgabe von 723.346 Stamm-Stückaktien auf 41.123.869,80 Euro erhöht werden. Der Ausgabepreis der neuen Aktien (mit voller Gewinnberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2007) beträgt jeweils 5,60 Euro. Sie werden alle vom bisherigen Hauptanteilseigner, der Münchener Küchen Holding, gezeichnet und übernommen. Diese bringt dafür als Sacheinlage ihren Rückzahlungsanspruch in Höhe von insgesamt 4.050.738 Euro aus Gesellschafterdarlehen in die Gesellschaft ein.