Alno-Konzern
Jetzt geht’s rund mit dem Strategie-Paket “Alno 2013”
Die ersten Anzeichen waren bereits erkennbar – mit dem vom Aufsichtsrat genehmigten Strategiepaket wird die Umschichtung im Alno-Konzern jetzt konkret. Unter dem Titel "Alno 2013" soll eine umfassende Neuausrichtung für
Die ersten Anzeichen waren bereits erkennbar – mit dem vom Aufsichtsrat genehmigten Strategiepaket wird die Umschichtung im Alno-Konzern jetzt konkret. Unter dem Titel "Alno 2013" soll eine umfassende Neuausrichtung für die vier Tochterunternehmen stattfinden, um sowohl Ertragskraft als auch international die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Betroffen sind sämtliche Konzernbereiche: Sortimentsstrategie, Fertigung, Vertrieb und Verwaltung – was sich insbesondere auf Standortverlagerungen und die Personalstruktur auswirken wird. Denn Ziel ist es, ab 2013 eine Vorsteuermarge von fünf Prozent zu erreichen.
Die Meilensteine des Konzepts "Alno 2013" im O-Ton:
In einem ersten Schritt wird 2010 die Produkt- und Markenstrategie des Konzerns neu ausgerichtet. Dabei werden die bestehenden Marken Alno, Wellmann, Impuls und Pino hinsichtlich Sortiment und Markenauftritt überarbeitet und klarer in verschiedenen Preissegmenten und Absatzkanälen im In- und Ausland platziert. Damit sollen sie schärfer voneinander abgegrenzt werden. Ein erstes Ergebnis wird hier bereits im April 2010 auf der Weltleitmesse für Küchenmöbel, Eurocucina, präsentiert.
Die geplante Umwandlung der Fertigungsprozesse beinhaltet die Vereinheitlichung von Produkt- und Produktionsstandards sowie eine Optimierung der Ressourcenallokation und Auslastung. So kann der Alno Konzern Komplexität in Produkten und Produktion reduzieren und Kostenstrukturen durch Skaleneffekte in Einkauf und Logistik weiter verbessern. Investitionen können zudem fokussierter getätigt werden. Das Ergebnis ist eine technisch und administrativ schlankere Fertigungsstruktur.[page_break]
Die Serienfertigung mit hohen Stückzahlen für die Marken Alno und Wellmann wird dabei künftig in Enger angesiedelt. In Pfullendorf wird der Schwerpunkt auf ausgewählten Spezialsortimenten (zum Beispiel Hochglanzlack-Küchen) liegen. Im Zuge dessen wird Pfullendorf in einen reinen Produktionsstandort gewandelt, inklusive unterstützender administrativer Funktionen. Dies führt zu einem Abbau von etwa 450 Arbeitsplätzen innerhalb der nächsten vier Jahre. Gleichzeitig werden in Enger zirka 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Konzernweit werden so bis 2013 fast 250 Arbeitsplätze abgebaut und die Auslastung beider Standorte wird deutlich gesteigert. Die Anzahl der Beschäftigten von heute rund 1.900 wird auf rund 1.650 bis zum Ende des Jahres 2013 sinken.
Die Neuausrichtung des Vertriebs sieht in Deutschland vor allem die Stärkung des "Absatzkanals Küchenspezialisten/Küchenstudios" für die Marken Alno und Wellmann sowie die Bereinigung der margenschwachen Umsätze vor. Im Ausland wird eine Umsatzsteigerung durch das Projektgeschäft und durch Key-Account-Vereinbarungen im Retailmarkt angestrebt. Auf der Personalseite werden die Vertriebsmannschaften für eine effektivere Kundenbetreuung im Inland, sowie Sales-Channel-Management im Ausland, intensiv geschult. Die Einführung neuer Anreizsysteme für die Mitarbeiter soll zusätzlich zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen. Weiterhin werden die vertrieblichen Controllingsysteme verbessert, um die Vertriebsstruktur ertragsorientiert steuern zu können.
Die Umwandlung der Verwaltungsstruktur sieht eine Verlagerung der Konzernholding nach Düsseldorf und die Zentralisierung aller Servicebereiche, darunter Kundenservice, Rechnungswesen, Controlling, IT, Personal und Auftragserfassung vor. Die heute an den vier Standorten Brilon, Enger, Klieken und Pfullendorf vierfach redundanten Strukturen und Prozesse, werden hierfür standardisiert und zusammengefasst. Der Standort der zentralen Verwaltung wird noch festgelegt.
"'Alno 2013' ist ein tragfähiges Konzept mit der richtigen Balance zwischen Kostensenkungs- und Wachstumsmaßnahmen," ist Vorstandschef Jörg Deisel überzeugt. "Wir haben dabei jedes Element der Wertschöpfungskette durchleuchtet, sodass die einzelnen Teilprojekte optimal ineinander greifen. Es liegt zwar noch ein mühevoller Weg vor uns, aber Vorstand und Aufsichtsrat sind überzeugt, dass wir ihn erfolgreich meistern werden. Alle haben erkannt, dass "Alno 2013" die beste Lösung ist."

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