Möbel Mahler

Jetzt droht Verdi mit Streiks

Erst gestern berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ darüber, dass die Gewerkschaft Verdi sich jetzt dem Fall von Möbel Mahler in Wolfsratshausen annehmen wolle. Am heutigen Freitag seien Verhandlungen angesetzt, denen Seniorchef

Erst gestern berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ darüber, dass die Gewerkschaft Verdi sich jetzt dem Fall von Möbel Mahler in Wolfsratshausen annehmen wolle. Am heutigen Freitag seien Verhandlungen angesetzt, denen Seniorchef Gerhard Mahler und Juniorchef Michael Mahler, deren Anwalt sowie der Gewerkschaftssekretär Dominik Datz und Rechtsanwalt Matthias Mücke beiwohnen sollen.

Grund für das Verdi-Engagement sei die Befürchtung, dass Nachfolger XXXLutz sich gegenüber den Arbeitnehmern wenig kooperativ verhalten werde. „Dieser Termin wird entscheidend für den weiteren Verlauf“, so Datz gegenüber der „SZ“. Bis dato sei weder ihm noch dem Mahler-Betriebsrat und den Mitarbeitern klar, „was der Arbeitgeber wirklich will und was er anbietet“. Datz zeigt sich eher skeptisch und meint: „Wenn Lutz die Finger im Spiel hat, ist eher wenig Gesprächsbereitschaft da.“ Zunächst müsse aber geklärt werden, welche Rolle Lutz überhaupt in der ganzen Sache spiele, „denn momentan gehen wir davon aus, dass hier ein Betriebsübergang verschleiert wird“, so Datz weiter.

Lutz habe allerdings bereits signalisiert, sich gegen die Kostenübernahme für den Betriebsanwalt zu stemmen, heißt es weiter in der „SZ“. Damit könnte der heutige Termin am Münchner Flughafen gefährdet sein. „Da will einer ausloten, was geht, und auf Zeit spielen“, befürchtet Datz. Wenn dem so wäre, sieht sich Verdi in der Position, öffentlichkeitswirksame Protestaktionen durchzuführen. „Denkbar sind Streiks und Protestaktionen, etwa eine Demo mit Lichterketten“, kündigt Datz an.