Alno

Jetzt drohen Regressansprüche wegen Insolvenzverschleppung

Die Vermutung hat sich bestätigt: Laut einem durch Insolvenzverwalter Prof. Dr. Martin Hörmann veranlassten Gutachten sei Alno in der Tat bereits im Jahr 2013 zahlungsunfähig gewesen. So heißt es jetzt in einer offiziellen Mitteilung der Kanzlei. In einer fast zehnmonatigen Untersuchung hatte sich die beauftragte Andersch AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des Falls angenommen, um zu überprüfen, ab welchem Zeitpunkt die Alno AG aus insolvenzrechtlicher Sicht zahlungsunfähig war. Mit dem jetzt vorliegenden Ergebnis erhärtet sich also der Verdacht auf Insolvenzverschleppung.

Als vom Gericht bestellter Insolvenzverwalter, der die Gläubigerinteressen zu vertreten hat, wird Hörmann nun die erforderlichen Maßnahmen ergreifen und aufgrund der Organhaftung Schadensersatzansprüche gegen ehemalige Vorstände bzw. ehemalige Geschäftsführer geltend machen. Insbesondere geht es dabei auch um Rückzahlungsansprüche gegenüber Kunden und Lieferanten nach insolvenzrechtlichen Anfechtungen. Die Höhe der Haftungsansprüche ist noch unklar. Die Ermittlungen zu den Gesamtforderungen werden noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, deutet Hörmann ein noch schwieriges und langfristiges Procedere an.

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