Baubranche 2009

Jeder zweite Hersteller glaubt an Steigerung

Trotz Finanzkrise positive Geschäftserwartungen bei den Herstellern im Rohbau-, Ausbau-, Installations- und Rohstoff-Bereich: Bei einer Untersuchung von BauInfoConsult ging die Hälfte der 200 Befragten von einer Umsatzsteigerung im eigenen Unternehmen

Trotz Finanzkrise positive Geschäftserwartungen bei den Herstellern im Rohbau-, Ausbau-, Installations- und Rohstoff-Bereich: Bei einer Untersuchung von BauInfoConsult ging die Hälfte der 200 Befragten von einer Umsatzsteigerung im eigenen Unternehmen für 2009 aus. Dass diese Steigerung größer als 5 Prozent sein wird, schätzen 29 Prozent der Hersteller.
Von einem Rückgang des Umsatzvolumens gehen insgesamt 28 Prozent der Hersteller aus.
Betrachtet man die Ergebnisse nach Sparten, tut sich je nach Segment eine deutliche Kluft zwischen den Erwartungen der Befragten auf: Während vor allem Hersteller mit Schwerpunkt Rohbau und Rohstoffe 2009 überwiegend Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr erwarten, blicken die Produzenten aus den Bereichen Ausbau und Installation sowie diejenigen mit mehreren Schwerpunkten optimistischer in die Zukunft.
In Zeiten der Neubauflaute könnte für den Bau zudem die Renovierung des Gebäudebestands ein wichtiger Rettungsanker für die nächsten Jahre sein. Professionelle Wohnungsanbieter, die ein knappes Viertel des Wohnungsbestandes in Deutschland vereinen, planen in den kommenden 3 Jahren wertsteigernde Maßnahmen bei rund 1,7 Millionen Wohnungen. Dazu kommen werterhaltende Aktionen von mehr als 10 Milliarden Euro jährlich, allein bei den professionellen Anbietern. So das Ergebnis einer Berechnung von BauInfoConsult auf Grundlage einer Befragung von 201 Wohnungsunternehmen. Von den Befragten ist knapp drei Viertel auch in der Modernisierung bzw. Sanierung und der Bewirtschaftung eigener Wohnungen tätig. Diese Unternehmen wurden anschließend nach ihren Plänen zur wertsteigernden Modernisierung gefragt. Ein starkes Drittel der Befragten erwartet im kommenden Jahr mehr Maßnahmen im eigenen Wohnungsbestand.
Darüber hinaus stehen auch die Modernisierung bzw. Sanierung auf dem Programm. Insgesamt 63 Prozent der Befragten gaben an im kommenden Jahr deutlich mehr oder mehr in die Werterhaltung ihrer Wohnimmobilien zu investieren. Dagegen gaben nur 18 Prozent an, dass sie weniger oder deutlich weniger Baumaßnahmen durchführen werden.
Die stark gestiegene Nachfrage nach effizienter Heiztechnik und erneuerbaren Energien hat der Heizungsbranche im vergangenen Jahr bereits eine gute Absatzentwicklung beschert. Mit zwölf Prozent Wachstum lag der deutsche Heizungsmarkt deutlich über dem Vorjahresniveau. Positiv war auch die Entwicklung auf den Auslandsmärkten, wo die deutsche Industrie ihre Marktführerschaft weiter ausbauen konnte.