VDM-Geschäftsführer Jan Kurth schildert in der Juni-Ausabe der "möbel kultur" seine persönliche Sicht auf die Perspektiven der deutschen Möbelindustrie.

70 Jahre Möbelkonjunktur

Jan Kurth und Alexander Oswald mit ihren persönlichen Blicken auf die Branche

Welche Höhen und Tiefen hat die deutsche Möbelindustrie schon überstanden? Und welche Perspektiven warten auf die Hersteller im In- und Ausland? VDM-Geschäftsführer Jan Kurth und Alexander Oswald, Referent Wirtschaft und Auslandsmärkte, werfen in der Juni-Ausgabe der "möbel kultur" einen analytischen Blick auf die Branche. 

„Ende des vorletzten Jahrhunderts haben die Engländer ,Made in Germany‘ erfunden. Eigentlich wollte man auf der Insel damit die als schlecht empfundene deutsche Importware brandmarken und weltweit verspotten. Eigentlich. Im Laufe der darauf folgenden Jahre drehte sich das Label allerdings vom Warnzeichen zum Qualitätsmerkmal. Heute steht ,Made in Germany‘ für ausgezeichnetes Design, hochwertige Qualität und Innovation. Ach ja, diese Engländer – schon ging eine große Strategie nicht auf.“ Jan Kurth mahnt an, dass die Möbelindustrie aus diesem Qualitätsmerkmal trotzdem noch mehr machen könnte. Die Perspektiven dafür seien gut. „Das wirtschaftliche Umfeld ist global positiv. Wir blicken daher optimistisch in die Zukunft. Weltweite Handelsströme nehmen weiter zu und das deutsche Möbel mit seinem guten Image wird seinen Stellenwert ausbauen.

„Bei einem gesättigten und mit Blick auf die demografische Entwicklung langfristig schrumpfenden Inlandsmarkt wird die Stärkung der Exportfähigkeit neben der Verteidigung der heimischen Marktanteile zu einer Überlebensfrage für die Branche“, stellt Alexander Oswald fest. „Deutschland altert und die Gesamtbevölkerung geht sukzessive zurück.“ Zudem habe sich das Verhältnis der hierzulande verkauften Möbel aus deutscher Produktion zu Gunsten der aus dem Ausland importierten Möbel in den vergangenen 18 Jahren fast umgekehrt. „Lag im Jahr 2000 der Anteil hier verkaufter ausländischer Möbel noch bei 33 Prozent, beträgt er heute 65 Prozent. Die besten Wachstumsperspektiven für deutsche Möbelhersteller eröffnen sich heute im Ausland. Sollte es der Möbelindustrie gelingen, die Exportquote in den kommenden Jahren auf 40 und mittelfristig sogar auf 50 Prozent zu steigern, stehen die Vorzeichen für die weitere Entwicklung der Branche derzeit nicht schlecht. Auch deshalb, weil der harte Konkurrenzkampf im Inland die Unternehmen zur dauernden Effizienzsteigerung zwingt.“ Das alles werde nicht einfacher, doch einfach war es ja eigentlich noch nie. „Und nach wie vor gilt der mittlerweile 70 Jahre alte Satz: ,Die Möbelwirtschaft hat kaum je vor einer größeren und schwierigeren Aufgabe gestanden‘. Gehen wir es an!“

Lesen Sie die vollständigen, spannenden Beiträge von Jan Kurth und Alexander Oswald in der Jubiläumsausgabe der „möbel kultur“ vom Juni.

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