BBE-Möbel-Index

Jahresabschluss führt insgesamt zu leichtem Plus – Prognose für 2015 ist verhalten

Mit einem leichten Zuwachs von 0,4 Prozent hat der Möbelhandel das Jahr 2014 abgeschlossen. Das hat der BBE-Möbel-Index ergeben, den die Münchner Unternehmensberatung jeden Monat gemeinsam mit der "möbel kultur"

Mit einem leichten Zuwachs von 0,4 Prozent hat der Möbelhandel das Jahr 2014 abgeschlossen. Das hat der BBE-Möbel-Index ergeben, den die Münchner Unternehmensberatung jeden Monat gemeinsam mit der "möbel kultur" veröffentlicht. Etwas besser (+0,9 Prozent) sah es bei den Küchenhändlern aus. Als Grund für die niedrigen Werte, die nochmals unter denen aufgelaufen bis November lagen, nannte Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsleitung der BBE, dass die Geschäfte im Dezember hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Die Frequenzen waren schwach, vor allem am ersten Samstag nach Weihnachten – wobei der Süden Deutschlands durch den Schneefall noch deutlich schlechter wegkam.
"Das Jahr hat sich trotz der guten Rahmenbedingungen und einem erfolgversprechenden Start unter den Erwartungen entwickelt. Insofern bin ich nun vorsichtig, eine Prognose für 2015 zu geben. Fakt ist, die primären Rahmenbedingungen – u. a. Niedrigzins, Bautätigkeit, geringe Arbeitslosenquote, Kaufkraft etc. – sind weiter gut und müssten den Möbelumsatz in Deutschland stützen. Aber dies hat ja schon 2014 nicht ausgereicht. Auf der anderen Seite haben wir, fast schon seit Jahren gewohnt, geopolitische und globale Finanzrisiken. Was bringt also 2015? Ich glaube, es ist nicht zu gewagt, von einem geringen Impuls für die Gesamtnachfrage auszugehen. Ob nun ein kleines Plus oder Minus, das ist schwer zu sagen."
Zudem geht Sebastian Deppe davon aus, dass die sich weiter dynamisierenden Strukturveränderungen in der Branche wesentlich sein werden. Zum einen bleibe die "Angst" vor dem Internet, die wie auch in anderen Branchen, zu fast schon hektischen Panikreaktionen führt. Doch auch die Bedeutung in der Möbelbranche wachse rasant. "Aber hier sind es (noch) nicht die Onlineshop-Konzepte. Hier sind die Rockets und auch die meisten großen Stationären dieser Welt noch auf der Suche nach einem Geschäftsmodell, das eine Chance auf Profitabilität hat." Wichtiger werden wohl die Technisierung der heutigen Prozesse vom POS zum After-Sale sein. "Hier scheinen wir erst ganz am Anfang zu stehen. Zum anderen gewinnen die Veränderungen bei den Betriebstypen an Bedeutung, die zu wesentlichen Anpassungen aufseiten der Hersteller, der Händler und der Verbundgruppen führt."
Und wie lautet der Rat des Branchenkenners: "Es ist fast gebetsmühlenartig: Positionierung, Profilierung und erfolgskritische Detailarbeit. Dazu die passende Verbundgruppe für die richtige Unterstützung. Dabei wünsche ich viel Erfolg!"