Für den "Mega-Store" in Nürnberg und vier weitere geht es nach der Übernahme weiter.

Küchen-Quelle

Investorengruppe "Franken" macht Nägel mit Köpfen

Deal unter Dach und Fach: Die Investorengruppe "Franken" um die Unternehmer Alexander Fackelmann, CEO von Fackelmann Haushaltswaren, und Hannes Streng sowie Bereichsleiter Bernd Warnick übernimmt mit sofortiger Wirkung den gesamten Geschäftsbetrieb und die Marke "Küchen-Quelle". Über den Kaufpreis haben beide Vertragspartner Stillschweigen vereinbart. Die übertragenen Vermögenswerte und Betriebsteile entsprechen einem Jahresumsatz von 75 Mio. Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung der Wirtschaftskanzlei Görg hervor, die mit der Abwicklung des insolventen Quelle-Konzerns betraut ist.

"Die Investorengruppe setzte sich gegen mehrere Bieter durch. Sie übernimmt bundesweit gut 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 35 in der Nürnberger Zentrale", erklärte Dr. Jörg Nerlich, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Versandhandel. 80 Beschäftigte seien bundesweit im Außendienst und Küchenaufbau tätig, weitere 35 Angestellte arbeiten in den "Megastores" an den Standorten Amberg, Frankfurt am Main, Freiburg, Nürnberg und Regensburg. Die beiden Häuser in Regensburg und Freiburg hatten erst am 8. Oktober eröffnet. Damit ist für nur einen "Mega-Store" endgültig Schluss. In Hamburg-Stellingen läuft noch bis zum Jahresende der Räumungsverkauf. Die Übernahme der "Megastores" erfolge nach entsprechenden Vereinbarungen mit den jeweiligen Vermietern. Der Gläubigerausschuss habe den Verkauf aber bereits genehmigt, so Nerlich weiter.

Seit 1998 behauptet sich "Küchen-Quelle" als einer der Top-Anbieter im deutschen Küchenhandel und rühmte sich selbst, sogar die Nummer 1 zu sein. Nach eigenen Angaben konnten in den vergangenen Monaten sogar noch Marktanteile hinzugewonnen werden. Die Masse-Unzulänglichkeit nach Ausfall des Factorings, die z.B. den Geräte-Hauptlieferant Electrolux zum Abzug seiner Ware aus den Quelle-Lagern bewog, hatte eine Lösung für "Küchen-Quelle" zuletzt umso dringlicher gemacht.

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