Mepal

Interview mit Chefentwickler Simon van Es

Die Produkte von Mepal stehen in zweierlei Hinsicht für Nachhaltigkeit: Sie machen die Aufbewahrung und den Transport von Lebensmitteln und Speisen ganz einfach. Gleichzeitig sorgt die Qualität und Funktionalität der

Die Produkte von Mepal stehen in zweierlei Hinsicht für Nachhaltigkeit: Sie machen die Aufbewahrung und den Transport von Lebensmitteln und Speisen ganz einfach. Gleichzeitig sorgt die Qualität und Funktionalität der Artikel für eine lange Einsatzzeit. Die „P&G“ wollte von Chefentwickler Simon van Es wissen, worauf es bei der Vermarktung ankommt, um glaubwürdig zu sein.

P&G: Mepal-Produkte weisen in Sachen Nachhaltigkeit direkt zwei Aspekte auf, sie helfen den Nutzer:innen, Nachhaltigkeit zu praktizieren, und sie sind es als Produkt selber. Welche Seite der Medaille ist Ihnen wichtiger?
Simon van Es:
Es ist für uns eine Frage der Konsequenz, dass wir beide Aspekte gleichermaßen betonen. Produkte, die helfen, das Wegwerfen von Lebensmitteln zu reduzieren, die dazu beitragen, eine bewusste und gesunde Ernährung zu realisieren oder die helfen, Verpackungsmüll beim Essen unterwegs zu vermeiden, müssen unserer Meinung nach so beschaffen sein, dass sie selber auch Kriterien wie einer langen Haltbarkeit, Reparaturfähigkeit, Recyclingfähigkeit oder auch einer marktnahen und integrativen Produktion gerecht werden. Wir sind stolz, dass wir die verschiedenen Aspekte in unseren ­Produkten realisieren können.

P&G: Sie realisieren dies mit Kunststoffprodukten, ist das nicht ein Widerspruch?
Simon van Es: Letztendlich geht es um Gesamtbilanzen, in die beispielsweise auch Transportgewichte auf dem Weg zum Verkauf und beim Gebrauch der Produkte, der Energieaufwand bei der Rohstoffproduktion oder der Aufwand zur Entsorgung einfließen. Nur dann, wenn man den Strich unter alle Aspekte zieht, lässt sich dazu eine Aussage treffen. Unsere Ausgangsmaterialien sind zum überwiegenden Teil vollständig recycelbar. Wir sorgen zudem für eine hohe Robustheit und lange Verwendbarkeit, produzieren nah am Markt in den Niederlanden und haben geringe Transportgewichte, damit ist die Bilanz unserer Produkte sehr gut. Trotzdem sehen wir es als unsere Aufgabe, die Optimierung dieses Fußabdrucks weiter voranzutreiben.

P&G: Treffen diese Aussagen auch auf die im Frühjahr vorgestellte neue Serie von ­Aufbewahrungsdosen, der „EasyClip“-Serie, zu und was zeichnet die Serie zudem aus?
Simon van Es: Absolut, wir haben bei der ­Neuentwicklung sehr auf die Umsetzung ­dieser Kriterien geachtet. Bei „EasyClip“ kommt noch die Vielseitigkeit der Produkte hinzu, die für das Aufbewahren in Kühlschrank oder Gefriertruhe ebenso eingesetzt werden können wie auch zum Erwärmen der Speisen in der Mikrowelle oder auch bei den Glasschalen, im Backofen. Wir verwenden bei dieser ­Serie ­erstmals das Material Borosilikatglas, da es für den Einsatz in den eigenen vier Wänden hervorragende Eigenschaften wie beispielsweise eine Temperaturbeständigkeit bis 550 Grad Celsius im Backofen hat. Dazu ist es für den Gefrierschrank ebenso geeignet wie für die Reinigung in der Spülmaschine. Da die ­Deckel für die Kunststoffschalen und Glasschalen identisch sind, kann hier bei identischer ­Schalengröße hin und her gewechselt werden, wenn beispielsweise Speisen einmal mitgenommen werden sollen. Denn die Deckel schließen absolut auslaufsicher.

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