Creditplus-Verbraucherindex

Interesse an Möbeln geht leicht zurück

33 Prozent aller Deutschen möchten in den kommenden drei Monaten neue Möbel kaufen. Das zeigt der Verbraucherindex Herbst 2018 der Creditplus Bank AG. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um einen Prozentpunkt, gegenüber dem Frühjahr um zwei Prozentpunkte. Eigentlich geringfügig, zugleich aber der niedrigste Wert, der jemals bei der halbjährlichen Befragung von 2.000 Verbrauchern gemessen wurde. Es gibt allerdings auch gute Nachrichten für die Einrichtungsbranche: Während die Gesamtzahl der Käufer sinkt, steigt der Anteil derer, die größere Summen in ihr Mobiliar investieren möchten.

Ein saisonaler Rückgang im Interesse an Möbeln zeigt sich in jeder Herbstbefragungen des Verbraucherindexes. Doch noch nie war das Interesse der Befragten an Einrichtungsgegenständen so gering wie jetzt. Eine mögliche Erklärung liegt paradoxerweise in der lang andauernden Aufschwungphase: Unter allen teureren Anschaffungen ist regelmäßig das Interesse an Möbeln am größten. Da viele Haushalte schon seit längerem verlässliche, wachsende Einkünfte verzeichnen, sind viele notwendige Anschaffungen in diesem Warensegment bereits erfolgt. Nach der Verschönerung der eigenen vier Wände nutzen diese Konsumenten ihre Mittel jetzt für andere Bereiche. Während das Interesse an Möbeln sinkt, steigt beispielsweise das am Autokauf. Unter den verbliebenen Möbelkäufern gilt allerdings: nicht kleckern, sondern klotzen. Nur noch 32 Prozent der Möbelkäufer möchten maximal

625 Euro ausgeben. Im Frühjahr lag der Anteil der Sparfüchse noch bei 36 Prozent. Im Segment von 625 bis 1.250 Euro möchten heute 25 Prozent der angehenden Käufer investieren, nach 26 Prozent im Frühjahr. Eine deutliche Steigerung gibt es im Bereich von 1.250 bis 2.500 Euro: 20 Prozent der Kaufinteressenten möchten sich Einrichtung dieser Preisklasse leisten (Frühjahr: 16 Prozent). Starke Zuwächse verzeichnet auch das Luxussegment. Fünf Prozent aller Befragten zahlen voraussichtlich mehr als 9.250 Euro für das neue Mobiliar. Im Frühjahr waren es nur zwei Prozent. Am häufigsten stehen Neuanschaffungen für das Wohnzimmer auf der Agenda, gefolgt vom Schlafzimmer. Küche, Bad und Esszimmer liegen mit deutlichem Abstand dahinter.

Twens am ehesten bereit zur Kreditfinanzierung Nicht immer wird die neue Einrichtung direkt bei Kauf vollständig bezahlt. Die anhaltende Niedrigzinsphase macht eine längerfristige Finanzierung attraktiv. Diese Option ist besonders für die Altersgruppe von 22 bis 34 interessant: 66 Prozent der Befragten dieser Jahrgänge, die größere Anschaffungen planen, erwägen eine Voll- oder Teilfinanzierung. In diesem Alter werden viele Anschaffungen notwendig, wenn der eigene Haushalt eingerichtet oder aufgewertet wird. Zugleich steht die Karriere noch am Anfang.

Entsprechend gering sind oft die Rücklagen. In der arrivierteren Gruppe von 55 Jahren aufwärts würden nur 32 Prozent einen Kredit nutzen.

Zur Studie „Creditplus Verbraucherindex Herbst 2018“: Im Herbst 2018 wurden 2.000 Personen ab 16 Jahren online durch das Marktforschungsinstitut Toluna befragt. Die Studie ist repräsentativ und bietet einen Einblick in das Verbraucherverhalten der Bevölkerung. Die Ergebnisse stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Verbrauchergruppen heraus.

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