Bonial
Inspirierender Branchentreff 2024
Wie verändert sich das Informationsverhalten der Verbraucher:innen? Welche Chancen bietet die wachsende Nachhaltigkeitsregulierung? Und wie erreichen Marken die junge Generation? Um diese und weitere wichtige Zukunftsfragen drehte sich der Bonial
Wie verändert sich das Informationsverhalten der Verbraucher:innen? Welche Chancen bietet die wachsende Nachhaltigkeitsregulierung? Und wie erreichen Marken die junge Generation? Um diese und weitere wichtige Zukunftsfragen drehte sich der Bonial Branchentreff, der gestern im Berliner Headquarter des Unternehmens über die Bühne ging. Mit dabei: zahlreiche Vertreter:innen aus dem Handel sowie weitere Branchenexpert:innen.
Der stationäre Handel bleibt im Fokus der Kund:innen, aber das Informationsverhalten wird immer digitaler, betonte Sebastian Kerkhoff (3.v.l.), Senior Vice President „Home & Living“ bei Bonial. Seiner Überzeugung nach wird der Print-Prospekt seine Status als Leitmedium verlieren.
Dr. Eva Stüber (4.v.l.) vom IFH Köln referierte zu den Trends und Herausforderungen in der Einrichtungsbranche. Sie betonte, dass Krisen auch die Chance zur Veränderung bieten. Aktuell sehen sich die Unternehmen mit gleich vier zentralen Problemfeldern konfrontiert: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Wie können sich Händler aufstellen, um trotzdem erfolgreich zu sein? „Die Kundenzentrierung als Ausgangspunkt jeden Handels zu nehmen“, empfahl Dr. Eva Stüber. „Fragen Sie sich zuerst, was die Kunden brauchen, und entscheiden Sie erst dann, welche Technologien Sie einsetzen wollen.“
Sebastian Deppe (4.v.r.) von Ariadne zeigte auf, welche Potenziale in Smart Analytics für die stationäre Customer Journey stecken. Wer betritt wann welche Abteilung? Wie sind die Laufwege und die Verweildauer? Dies lässt sich mit Hilfe des Ariadne-Systems analysieren.
Wie Marken Communitys rocken können, stand im Mittelpunkt des Vortrags von Ilias Benameur (r.) von der Agentur Gen-up. Er betonte, dass 85 Prozent der Ads auf Social Media innerhalb der ersten 2,5 Sekunden weggeklickt werden. Wer mit der Generation der „Unreachables“ erfolgreich kommunizieren will, muss verstehen, wie sie tickt und was sie interessiert. Ganz wichtig dabei: Die Community muss immer im Fokus stehen, der Content authentisch und das Community-Management sehr aktiv sein.
Interessante Einblicke in das Ökosystem der größten B2B-E-Commerce-Plattform der Welt gab Patrick Kühl (l.) von Alibaba. Er stellte heraus, wie B2B und B2C dort verschmelzen, wie sich das neue Feature „Alibaba Guaranteed“ sowie der „European Pavilion“ nutzen lässt und was mit KI alles möglich ist. So ist es beispielsweise inzwischen möglich, einen Live-Stream zu realisieren und die KI übersetzt parallel in viele verschiedene Sprachen – auch die Fragen der Zuschauer:innen.
Mit dem komplexen Thema der wachsenden Nachhaltigkeitsregulierung beschäftigte sich Nadja Schick (3.v.r.) von der GroupM. Dabei zeigte sich unter anderem auf, dass der Digitale Produktpass (DPP) nicht nur eine Herausforderung ist, sondern auch eine große Chance, mit den Kund:innen zu kommunizieren. Denn dank des DPP entstehen Unmengen an neuen Möglichkeiten der Werbeplatzierung. Ebenfalls spannend: die „Green Claims Directive“. Sie besagt, dass bald irreführende Werbeclaims zur Nachhaltigkeit verboten sind. „Wer mit grünen Aspekten wirbt, muss sie künftig transparent belegen können“, unterstrich Nadja Schick.
Den Abschluss des inspirierenden Branchentreffs bildete Karsten Kühn (2.v.l.) von Hornbach. Er stellte dessen Storytelling vor. Und betonte: „Wir denken das Unternehmen konsequent von außen nach innen. Das heißt, das Allerwichtigste ist der Blick des Kunden.“ Da bauen und renovieren für die Kund:innen kein „notwendiges Übel“, sondern „eine Mission“ ist, hat sich Hornbach beispielsweise dazu entschieden, keine zeitlich begrenzten Angebote zu realisieren. So nimmt das Unternehmen auch nicht am „Black Friday“ teil.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren