Trevira
Insolvenzverwalter ist optimistisch – Investorengespräche gehen in die zweite Phase
Die Gespräche mit Investoren für die insolvente Trevira-Gruppe gehen in dieser Woche in die zweite Phase. "Bislang haben wir mit 11 Interessenten ausführliche Gespräche geführt, dieser Kreis soll nun auf
Die Gespräche mit Investoren für die insolvente Trevira-Gruppe gehen in dieser Woche in die zweite Phase. "Bislang haben wir mit 11 Interessenten ausführliche Gespräche geführt, dieser Kreis soll nun auf einen kleineren Kreis von Unternehmen eingeschränkt werden", erklärte Werner Schneider, Wirtschaftsprüfer und vorläufiger Insolvenzverwalter zu den weiteren Schritten.
Schneider wertet es als sehr positiv, dass eine große Zahl von Investoren ihr nachdrückliches Interesse an der insolventen Trevira-Gruppe artikuliert hat. Dies sei ein Zeichen für die gute Substanz des Unternehmens. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Verkaufsgespräche bis zum 31. Juli – und damit noch während des vorläufigen Insolvenzverfahrens – zu einem Abschluss gebracht werden. Bei den Interessenten handelt es sich sowohl um strategische Investoren als auch um Finanzinvestoren.
Als wesentliche Gründe für diese positive Einschätzung nannte er in erster Linie den vergleichsweise niedrigen Stand an Verbindlichkeiten sowie den nachhaltig gut laufenden Geschäftsbetrieb mit entsprechenden Umsätzen und Einnahmen. Daher könne nach heutiger Einschätzung die Produktion auch über den 31. Juli hinaus weiter geführt werden, falls sich die Investorensuche länger hinzieht.
[page_break]Aktuell verzeichnet die Trevira Gruppe wieder steigende Umsätze. Uwe Wöhner, der auf Bitten des Insolvenzverwalters das operative Geschäft steuert, beobachtet seit den vergangenen beiden Wochen eine zunehmende Normalisierung der Beziehung von Trevira zu den Kunden und Lieferanten. "Wir spüren eine Menge Vertrauen in unserem Umfeld, dafür sind wir sehr dankbar und das stimmt sehr optimistisch für die Zukunft", erklärte Wöhner, der bis vor wenigen Monaten das Unternehmen als Geschäftsführer geleitet hatte. Aufgrund des Massekredites, der laufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb sowie der Factoring-Vereinbarung stünden für den laufenden Geschäftsbetrieb ausreichende Mittel zur Verfügung.
Im Nachgang zu den Insolvenzanträgen für die Trevira GmbH und die Trevira Holding GmbH gab es in den vergangenen Wochen jedoch auch Folgeinsolvenzen der ausländischen Tochtergesellschaften. In den Ländern Polen (4. Juni), Spanien (5. Juni), Italien (8. Juni) und Belgien (17. Juni) stellten die Tochtergesellschaften jeweils ebenfalls Insolvenzanträge. Auch in diesen Fällen wurde Wirtschaftsprüfer Werner Schneider zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

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