Lechner

Insolvenzverfahren eröffnet, aber Ampel zeigt „Grün“

Nachdem am 25. November der Insolvenzantrag für die Lechner Holding AG sowie die D. Lechner GmbH gestellt worden war, wurde am 1. Februar nun das offizielle Insolvenzverfahren eröffnet. Dies habe jedoch keinerlei negative Auswirkungen auf den Fortgang des Verkaufsprozesses, wie eine daraufhin erfolgte Stellungnahme von Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl gegenüber der „möbel kultur“ verdeutlicht.

Zwar setzt der Schritt zur Verfahrenseröffnung „Masseunzulänglichkeit“ voraus, doch der juristische Begriff sei nicht falsch zu verstehen, denn dieser bedeute nicht, dass nicht mehr genug Masse zur Fortführung des Betriebes vorhanden wäre. Mit dem rechtlichen Instrument der Anzeige der Masseunzulänglichkeit „ordnet“ vielmehr ein Insolvenzverwalter aktiv die Reihenfolge der sonstigen Masseverbindlichkeiten. Dies betrifft in der Regel Abgaben und Steuern aus der Zeit noch vor Insolvenzeröffnung.

Der Verwalter kann mit diesem Schritt die Verfahrens-Ampel auf Betriebsfortführung stellen, da er ab diesem Zeitpunkt die zur Verfügung stehenden liquiden Mittel für die Weiterführung des Unternehmens verwenden darf. Letztendlich erweitert diese (Standard-)Maßnahme den unternehmerischen Spielraum im Verfahren – auf die Geschäftspartner hat dieser rein formelle Vorgang keine Auswirkungen.

Zugleich bleiben die Botschaften aus Rothenburg optimistisch: Wie bereits kommuniziert sei die Fortführung des Geschäftsbetriebes bis auf Weiteres finanziell abgesichert. Das schließt auch die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sowie die Zahlungen neu bestellter Ware mit ein. Auf den laufenden Prozess der Investorensuche, die Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl gemeinsam mit der international agierenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) gestartet hat, habe das eröffnete Insolvenzverfahren keinen weiteren Einfluss.

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