Für Halco hat die Hüls Gruppe Insolvenz beantragt, um möglichen Abfindungszahlungen vorzubeugen.

Halco

Insolvenzantrag, um Abfindungen zu sparen

Produziert wird schon lange nicht mehr. Dass Halco jetzt Insolvenz beantragt hat, ist auch eine Reaktion auf ein Urteil des Arbeitsgerichtes Bocholt. Es hatte der Hoffnung der ehemaligen Halco-Mitarbeiter auf Abfindungen Nahrung gegeben, indem es Kündigungen für unwirksam erklärte. Da weitere Klagen anhängig sind, könnten Abfindungszahlungen drohen. Diese wären über das vorgelegte Sanierungskonzept hinaus ein zu großes wirtschaftliches Risiko für die übrigen Gesellschaften im Mutterkonzern Hüls, heißt es.

 

Hintergrund ist das Scheitern der Sozialpanverhandlungen. Bereits im Oktober 2018 hatte die Hüls-Gruppe, die sich auf die Dachmarke Hülsta konzentrieren und das Stammwerk in Stadtlohn stärken will, die Schließung von Halco bekannt gegeben. Die Hüls-Tochter produzierte in Coesfeld und Stadtlohn mit ehemals 230 Mitarbeitern Möbel für Drittkunden. Eingestellt worden war der Betrieb im Frühjahr.

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