Die Höchster Porzellan-Manufaktur musste einen Insolvenzantrag stellen. Foto: Höchster Porzellan-Manufaktur

Höchster Porzellan-Manufaktur

Insolvenzantrag gestellt

Die Höchster Porzellan-Manufaktur 1746 GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat daraufhin Rechtsanwalt Frank Schmitt von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er ist mit seinem Kollegen Rechtsanwalt Alexander Eggen vor Ort und verschafft sich einen Überblick über die Situation und die wirtschaftliche Lage der zweitältesten Porzellanmanufaktur Deutschlands.

Der vorläufige Insolvenzverwalter ist bestrebt, die Produktion der Porzellanmanufaktur aufrecht zu erhalten. Die zehn Mitarbeitenden wurden von Schmitt bereits über die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld gesichert. „Die Mitarbeitenden sind hochqualifiziert und identifizieren sich voll mit der Porzellanmanufaktur. Wir starten schnellstmöglich die Suche nach einem neuen Investor, und unser Ziel ist eine baldige Entscheidung – gerade auch für die Mitarbeitenden. Uns bleibt wenig Zeit, aber zusammen tun wir alles, was möglich ist, um die Porzellanmanufaktur und die Arbeitsplätze am Standort Höchst zu erhalten“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter. „Die wirtschaftliche Lage der Porzellanmanufaktur ist extrem ernst und wir benötigen schnell eine Lösung. Denkbar wären ein völlig neues Konzept oder der Verkauf an einen Investor, um eine unmittelbar bevorstehende Schließung der einzigen Porzellanmanufaktur Hessens zu vermeiden.“

Höchster Porzellan ist weit über die Grenzen Frankfurts und Hessens hinaus bekannt. Die von Hand gefertigten Wohn- und Geschenkaccessoires mit dem Markenzeichen des Mainzer Rades stehen für kunsthandwerkliche Qualität, Tradition, Ästhetik und Individualität. „Wer Höchster Porzellan erwerben möchte, kann dies nach den Pfingstfeiertagen weiterhin in der Frankfurter Innenstadt im „HPM HOUSE“, am Markt 36, dem Manufaktur-Direktverkauf am Firmensitz im Porzellanhof Palleskestraße 32 in Frankfurt-Höchst oder dem Webshop (https://shop.hoechster-porzellan.de/?lang=de) tun“, so der vorläufige Insolvenzverwalter.

Die Höchster Porzellan-Manufaktur 1746 GmbH hatte Mitte 2018 die insolvente Traditionsmanufaktur Höchster Porzellan übernommen. Der Investor plante damals, die Marke Höchster Porzellan neu zu definieren. Neben den bekannten Premium-Produkten sollten Kunden auch Lifestyle-Produkte erwerben können. Darüber hinaus sollte die Kundenbasis national und international verbreitert werden.

Diese Seite teilen