Paschen & Companie

Insolvenzantrag gestellt

Der Kastenmöbelbereich kommt nicht zur Ruhe. Gleich zum Jahresanfang, am 2. Januar, musste Paschen & Companie aus Wadersloh beim zuständigen Amtsgericht Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Der Grund: Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens. Der Geschäftsbetrieb werde jedoch trotz der Schieflage derzeit unverändert fortgeführt, erklärt Geschäftsführer Bernd Schellenberg. Paschen wird auch wie geplant auf der imm cologne 2015 vom 19. bis 25. Januar in Köln ausstellen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Michael Mönig aus Münster bestellt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 150 Mitarbeiter. "Wir sind bestrebt, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten", so Schellenberg.

Paschen habe in den vergangenen Jahren der allgemein angespannten Situation der Deutschen Möbelindustrie entgegengesteuert und konnte seine Marktführerschaft bei individuell gestalteten Bibliotheken behaupten. Gleichwohl leidet das Kastenmöbelsegment insgesamt unter geringerer Nachfrage und kleineren Kommissionen. Trotz aller Sanierungsbemühungen wurde bei Paschen 2014 der Turn-around nicht geschafft. "Die Auftragslage des Unternehmens ist nach wie vor gut." Und Schellenberg weiter: "Allerdings erzwingen die zu hohen Kosten eine Kapazitätsanpassung." Das Unternehmen solle mit einer verkleinerten, leistungsfähigen Mannschaft weitergeführt werden. Eine mögliche Fortführung nach Neustrukturierung werde angestrebt, Interesse von Investoren sei jedenfalls vorhanden.

Paschen wurde im Jahre 1883 gegründet und wird in der 5. Generation als Familienunternehmen geführt. Inwieweit die Familie Paschen nach Abschluss des Insolvenzverfahrens weiter am Unternehmen beteiligt bleibe, werde laut Schellenberg "die Zukunft zeigen". Die Geschäftsführenden Gesellschafter Johann und Christian Paschen sind bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Erst im Dezember 2014 hatte Wellemöbel ein Insolvenzverfahren unter Eigenverwaltung beantragt.

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