Horst Küchen musste Insolvenzantrag stellen.

Horst Küchen

Insolvenzantrag gestellt

Obwohl Horst Küchen aktuell bereits 18 seiner 35 Mitarbeiter entlassen hat, musste der Hersteller aus Bünde gestern Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Bielefeld stellen. Das bestätigte Geschäftsführer René Rose gegenüber moebelkultur.de. Für heute Nachmittag ist das erste Gespräch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Hans-Achim Ernst geplant, so René Rose. Wie es mit dem Unternehmen weitergeht, sei derzeit unklar, eine Weiterführung natürlich wünschenswert und angestrebt.

Erst im Sommer hatte Horst Küchen 100.000 Euro in eine neue Maschine zur Frontenbearbeitung investiert. Damit wollte das Unternehmen seine Position als Spezialist für Sonderwünsche weiter ausbauen. "Wir machen quasi karierte Maiglöckchen möglich und sehen uns als Bindeglied zwischen einer Tischlerei und großen Küchenproduzenten", erklärte René Rose kürzlich gegenüber der Zeitschrift "möbelfertigung". Rund 2.500 Küchen laufen in Bünde jährlich vom Band - der Großteil davon geht ins Ausland. Die wichtigsten Exportmärkte des Herstellers sind die Niederlande, Belgien und Schweden. Darüber hinaus hatte Horst Küchen bereits weitere Investitionspläne im Bereich der Montage und dem Versand. Gegenüber Mitarbeitern wurden die Kündigungen der vergangenen Woche angeblich damit gerechtfertigt, dass sich das Unternehmen noch stärker auf die eigentliche Montage konzentrieren wolle. Die Zusammenarbeit mit Zulieferern solle intensiviert, der Fertigungsanteil weiter schrumpfen, hieß es.

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