Hukla
Insolvenz heute beantragt
Wie von Brancheninsidern bereits erwartet, wurde heute vormittag beim Amtsgericht Offenburg das Insolvenzverfahren für die Hukla-Werke in Gengenbach und Haslach beantragt. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Stefano Buck der Kanzlei Schultze &
Wie von Brancheninsidern bereits erwartet, wurde heute vormittag beim Amtsgericht Offenburg das Insolvenzverfahren für die Hukla-Werke in Gengenbach und Haslach beantragt. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Stefano Buck der Kanzlei Schultze & Braun aus Achern, bekannt unter anderem durch den Sanierungsfall von Möbel Tacke. Die Produktion der beiden Hukla-Werke wird zunächst komplett aufrecht erhalten. In der heutigen Pressemitteilung heißt es zudem, dass aus Sicht von Stefano Buck "gute Chancen für eine Fortführung des Unternehmens" bestehen.
Die Insolvenzlage von Europas größtem Matratzen- und Polstermöbelproduzenten erklärt Hukla mit der anhaltenden Absatzmisere, die trotz der schon vorgenommenen Kapazitätsanpassungen nicht aufgefangen werden konnte. Zum Ausgleich weiterer Verluste und zur Bereitstellung zusätzlicher Mittel für Sozialpläne war offensichtlich Gesellschafter Hans-Jürgen Klaussner nicht mehr bereit. Immerhin hatte dieser bislang schon 75 Mio. Euro für die Erhaltung der Hukla-Werke aufgebracht.
Derzeit sind 1.250 Mitarbeiter in Gengenbach und Haslach beschäftigt. Mit der frühzeitigen Insolvenzantragsstellung hofft man nun, möglichst viele Arbeitsplätze erhalten zu können. Dazu wird dem Gerücht ausdrücklich widersprochen, dass der Standort Gengenbach nach Polen verlagert werden soll. Ein Sanierungskonzept in Verbindung mit einer Nachfolgegesellschaft ist dagegen wahrscheinlich. Aus der Geschäftsführung bereits ausgeschieden ist heute Rolf Schaal, der erst vor kurzem als Krisenmanager ins Boot geholt wurde. Mit Peter Faulhaber wurde ein externer Ersatzmann gefunden.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren