Intoto

Insolvenz der vier Schweizer Studios

Nach nur eineinhalb Jahren mussten die vier Häuser der Schweizer In-toto Küchen AG am 13. Mai Konkurs anmelden. Warum sich die Investorengesellschaft zurückgezogen hat, kann man nur erahnen. Offenbar waren es die Anlaufkosten des Start-up-Unternehmens und dass es dem Kapitalgeber mit dem Erreichen der Gewinnzone zu langsam gegangen ist. Michael Gieseck, bis Anfang Mai Verwaltungsratsvorsitzender von In-toto-Küchen, wollte sich zum Ausstieg des Investors nicht näher äußern.

Der Name In-toto wurde vor allem im Zuge der Alno-Insolvenz zum Gesprächsthema, als im Herbst 2017 insgesamt 40 Küchenstudios der ursprünglichen Alno-Franchisetochter in Großbritannien und Skandinavien zur Disposition standen, nachdem die Mutter Alno in die Insolvenz gerutscht war. Während ein Teil der britischen Franchisenehmer in die MHK Group wechselte, stieg ein Investor für die übrigen Studios in Großbritannien und Skandinavien ein. Parallel dazu gründete Michael Gieseck Ende 2017 die In-toto-Küchen Schweiz AG. Mit Brigitte Küchen als Hauptlieferant eröffnete er im Januar 2018 ein Studio in Basel. Kurze Zeit später folgten Luzern, Bern und Zürich. Die Liquidation der vier Schweizer Studios, so betont Gieseck, stehe jedoch in keinem Zusammenhang mit Problemen der früheren Alno AG. Auch habe es bei der In-toto-Küchen Schweiz AG keinerlei persönliche oder geschäftliche Beziehungen zum früheren Alno-Vorstand um Max Müller und Ipek Demirtas gegeben. Ebensowenig seien von der Insolvenz die anderen In-toto-Häuser betroffen, die mit gleichem Logo und Lieferantenüberschneidungen in Großbritannien und Skandinavien weiterbestehen.
Gieseck war nach 17 Jahren bei Allmilmö von 2012 bis 2013 bei der Alno AG Vertriebschef. Seit 2016 vertritt er mit seiner Vertriebsfirma Swisshousehold GmbH mit Sitz in Oberuzwil u. a. Brigitte und Küppersbusch in der Schweiz.

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