VdDP
Inland vermiest das Geschäft
Ein Umsatzrückgang von 9,01 Prozent auf 2,256 Mrd. Euro – das ist die Bilanz, mit der die deutsche Polstermöbelindustrie das vergangene Jahr abgeschlossen hat. Wie der Verband der deutschen Polstermöbelindustrie
Ein Umsatzrückgang von 9,01 Prozent auf 2,256 Mrd. Euro – das ist die Bilanz, mit der die deutsche Polstermöbelindustrie das vergangene Jahr abgeschlossen hat. Wie der Verband der deutschen Polstermöbelindustrie mitteilte, habe sich die Entwicklung über das ganze Jahr erstreckt und sei nicht unmittelbar durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgerufen worden. Das Ergebnis sei fast ausschließlich auf das Inlandsgeschäft zurückzuführen, das 2008 ein Minus von 9,68 Prozent verbuchen musste. Das Auslandsgeschäft dagegen konnte leicht um 0,64 Prozent zulegen.
VdDP-Hauptgeschaäftsführer Dr. Lucas Heumann verwies insbesondere auf starke
Kostensteigerungen, welche die wirtschaftliche Entwicklung der Branche gerade im ersten Halbjahr dominierten. "Nahezu alle Rohstoffpreise haben sich im ersten Halbjahr 2008 deutlich zweistellig verteuert. Dies galt z. B. für die Preisentwicklung bei Schäumen, bei Stahlprodukten, oder bei Rohleder. Negativ hatte sich auch im ersten Halbjahr 2008 der Wechselkurs osteuropäischer Währungen ausgewirkt, der ebenfalls zweistellig gestiegen war und dadurch in diesen Regionen erstellte Vorprodukte wesentlich verteuerte", erklärte er.
Durch die Kostensteigerungen seien die Polsterer zu einer Anhebung der Preise gezwungen gewesen, was sich negativ auf die Umsatzentwicklungen auswirkte.
Im zweiten Halbjahr habe sich diese Entwicklung allerdings nicht fortgesetzt, so dass der Verband sowohl im In- als auch im Ausland mit einer Geschäftsbelebung rechnet. "Dennoch wird die aktuelle Rezession auch an unserer Branche nicht spurlos vorbeigehen. Wir erwarten insofern, dass die sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen negativ auf das Konsumklima auswirken. Einen Ausgleich dieses psychologischen Faktors gerade für langlebige Produkte wie Möbel erwarten wir allerdings durch die Wirkungen der staatlichen Konjunkturpakete, sowie durch die sinkenden Benzin- und Energiepreise einerseits und die zwischenzeitlich unter 1% abgesenkte Inflation andererseits", so Heumann.

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