Konzentriertes Arbeiten im Congress-Centrum Gürzenich: Der AMK richtete den Länderinformationstag China aus.

AMK

Infotag und Arbeitsgruppe nehmen das Reich der Mitte ins Visier

China wandelt sich von der Werkbank der Welt zu einem attraktiven Absatzmarkt. Davon wissen inzwischen viele deutsche Küchenhersteller zu berichten. Denn "made in Germany" ist in China gefragt. Der Branchenverband AMK nahm dies zum Anlass, den ersten Länderinformationstag auszurichten. Mit Unterstützung der "LivingKitchen" veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft im Kölner Congress-Centrum Gürzenich den Branchentag, an dem rund 50 Geschäfts-, Vertriebs- und Exportleiter teilnahmen.

Eine Einführung in die kulturelle, sprachliche und wirtschaftliche Ausprägung des Riesenreiches gaben Gudrun Grosse, Leiterin des China Desk der IHK zu Köln, und der Essener China-Experte und Unternehmensberater Birger Vinck.

Über ihre Aktivitäten im Reich der Mitte berichteten dann Matthias Keudel (Exportleiter von Nobilia), Thomas Lieber (Exportleiter Pfleiderer Industrie), Matthias Weiß (Exportleiter Poggenpohl) sowie Walter Ginster und Dr. Elmar Stumpf (Leiter Produktmanagement Einbau China, beide BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH). Quintessenz der Vorträge: Ein ungeheures Potenzial liegt nach wie vor im Objektgeschäft. Neben den bekannten Metropolen Shanghai und Peking wird dabei auch das Hinterland immer interessanter, denn der in diesem Jahr verabschiedete neue 5-Jahres-Plan sieht riesige Infrastrukturprojekte in Chengdu, Chongqing, Wuhan oder Xi'an vor. Darüber hinaus herrschte Einigkeit, dass der Erfolg in China entscheidend von der Wahl der richtigen Partner vor Ort abhängt.

Im Anschluss an die Vorträge fand die konstituierende Sitzung einer eigenen AMK-Arbeitsgruppe China statt. Gründungsmitglieder dieser Arbeitsgruppe sind die Unternehmen Ballerina, Bauformat, Blanco, Blum, BSH, Carat, Miele, Naber, Nobilia, Nolte, Poggenpohl, Teka sowie W&B. Die Gruppe wird sich schwerpunktmäßig mit der strategischen Frage der Normung und der Einbaumaße für Küchen in China, der Markt- und Trendbeobachtung, der Absatzförderung individuell geplanter und wertiger Einbauküchen in China, dem Dialog mit chinesischen Verbänden und mit der Entwicklung moderner Küchenplanungssysteme für diesen hochdynamischen Markt befassen. "'Made in Germany' und die Einbauküche nach deutschem Vorbild sind in China begehrt wie nie, der Markt wächst auch in den interessanten Preissegmenten zweistellig. Wir wollen unseren Mitgliedern dabei helfen, dieses Potential zu heben", erklärte AMK-Geschäftsführer Frank Hüther.

Der Termin für den nächsten Länderinformationstag steht bereits fest. Am 26. Mai wird im Rahmen der "Interzum" im Congress Centrum Nord der Koelnmesse Indien Thema sein. Im zweiten Halbjahr 2011 ist eine Veranstaltung über Chancen und Risiken in Russland geplant.

Diese Seite teilen