AMK

Info-Tag Brasilien mahnt zu Realismus

Die sechsgrößte Volkswirtschaft der Welt mit rund 200 Millionen Konsumenten und einer wachsenden Mittelschicht machen Brasilien zu einem interessanten Export-Land, das auch der deutschen Küchenindustrie gute Chancen verspricht. Impulse verheißen

Die sechsgrößte Volkswirtschaft der Welt mit rund 200 Millionen Konsumenten und einer wachsenden Mittelschicht machen Brasilien zu einem interessanten Export-Land, das auch der deutschen Küchenindustrie gute Chancen verspricht. Impulse verheißen nicht zuletzt die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016.
Anlass genug für den vierten Länderinformationstag der AMK, zu dem am 22. November 50 Teilnehmer nach Köln kamen. AMK-Geschäftsführer Frank Hüther konnte dafür wieder kompetente Referenten gewinnen. Wie Wagner Chugaste, Geschäftsführer der Allianz der Handelskammern im Mercosur. Doch wie seine Rednerkollegen berichtete dieser vor allem über große Hürden, die ausländischen Unternehmen viel Geduld abfordere – von der fehlenden Infrastruktur bis zu speziellen Verhandlungspraktiken.
Unternehmensberater Markus Hasenfratz sieht besondere Herausforderungen auch im fehlenden Doppelbesteuerungs- und Investitionsschutzabkommen zwischen Deutschland und Brasilien sowie im komplexen Vertrags- oder Handelsvertreter-Recht, was unbedingt die Unterstützung durch einen kundigen Anwalt bedürfe. Auch Botjan Vodeb, bei Gorenje für das Erschließen neuer Märkte verantwortlich, bestätigte, dass die Importbestimmungen, Produktzertifizierungen, regelmäßig wiederkehrende Streiks sowie mittlerweile hohe Lohn- und Dienstleistungskosten den Markteintritt "nicht so einfach" machen.
Ebenfalls mit Erfahrungen konnten Poggenpohl-Geschäftsführer Lars Völkel – als Pionier mit deutschen Luxusküchen bereits in Brasilien aktiv – sowie Jürgen Schweigkofler, Marktregionenleiter bei Blum, und Electrolux-Europachef Jonas Samuelson zum Info-Tag beitragen.