GfK untersuchte Konsumlaune

Indikator “Anschaffungsneigung” im Keller

Rückgang um 28 Punkte. Um soviel verlor der Indikator "Anschaffungsneigung" im Januar in Deutschland. Eine so große Veränderung innerhalb eines Monats hat die GfK seit mehr als zehn Jahren, seit

Rückgang um 28 Punkte. Um soviel verlor der Indikator "Anschaffungsneigung" im Januar in Deutschland. Eine so große Veränderung innerhalb eines Monats hat die GfK seit mehr als zehn Jahren, seit diese monatliche Befragung für Gesamtdeutschland durchgeführt wird, noch nie gemessen. Außergewöhnlich stark war der Rückgang der Konsumlaune gleichzeitig auch in Frankreich, Italien und Spanien mit jeweils 15 Punkten. Fortsetzung der Tendenz auch im Februar, ausgenommen Italien, wo mit -7 Punkten leichte Besserung eintrat.
Als Ergebnis der Studie, die die GfK im Auftrag der Europäischen Kommission durchführt, steht auch die Erkenntnis, dass die Verbraucher in Euroland die Einführung der neuen gemeinsamen Währung übereinstimmend von Handel und Dienstleistern zu Preiserhöhungen missbraucht sehen. In den ersten beiden Monaten des Jahres seien deshalb vielfach größere Anschaffungen zunächst einmal zurückgestellt worden.
Relativ stabil blieb die Verbraucherstimmung dagegen in zwei Ländern, die der Europäischen Währungsunion nicht angehören: Großbritannien und Dänemark. Auf der Insel gab"s nur ein leichtes Minus von drei Punkten, in Dänemark zeigte die Anschaffungsneigung sogar leicht nach oben.
Die Marktforscher rechnen allerdings damit, dass sich die Konsumstimmung in Kürze wieder erholen wird. Denn die Lebenshaltungskosten werden sich eher gemäßigt entwickeln, die Inflationsraten mittelfristig weiter nach unten tendieren, und die Konjunkturentwicklung wird eher positiv eingeschätzt.