Neue Alno GmbH

In Pfullendorf sind alle Hebel in Bewegung

„Wir sind ein Start-up mit Erfahrung“, betont CEO Andreas Sandmann gegenüber moebelkultur.de den Status der Neuen Alno GmbH. Immerhin: Die ersten Küchen sind erfolgreich vom Band gelaufen und auch die Auftragslage macht Hoffnung. Die Umstellung auf SAP, die bislang noch nicht durchgängig realisiert war, hat zwar Zeit und Nerven gekostet, doch dies sei es wert gewesen: „Die IT-Anpassungen waren ein gewagtes Spiel – aber lieber jetzt als später, wenn alles auf vollen Touren läuft. Wir haben drei Wochen länger gebraucht, trotzdem hat es erstaunlich gut funktioniert“, kommentiert Sandmann den Kraftakt. Durch Verbesserungen im Workflow profitiere letztlich jetzt auch der Handel, selbst wenn erst einmal alle alten Kundennummern aus AG-Zeiten hinfällig werden und neu vergeben müssen.

Die Verwaltung ist nun auf ein Gebäude konzentriert und die im Vergleich zu früher erheblich ausgedünnten Mitarbeiter sind bereichsorientiert in Großraumbüros zusammengefasst. Sandmann selbst sitzt im Büro des Alno-Gründers Albert Nothdurft. „Vorgestern kamen Aufträge für über 800 Küchen rein“, freut sich der neue Firmenchef, obwohl dies natürlich nicht täglich so gut läuft. „Wir haben von 75 Prozent des Umsatzvolumens in Deutschland eine positive Rückmeldung“, formuliert Sandmann den Response im Handel auf den Neustart. Was wohl heißen soll, dass gerade die Dickschiffe unter den Filialisten wieder Interesse zeigen. Für den Inlandsvertrieb wurden drei weitere Mitarbeiter eingestellt. Der Vertrieb im Ausland ist für die Neue Alno GmbH noch in der Aufbauphase.

Zusätzlich zur Marke Alno wird bekanntlich nun die konsumigere Schiene AlnoActive auf der gleichen Plattform produziert, aber mit weniger Typen und nur in Melamin und Lacklaminat. Auf der anderen Seite erhält die Marke im Herbst ein Upgrade, zum Beispiel mit der Legrabox (Blum). Gerätepartner werden vor allem BSH, Bauknecht und Amica, wobei erstmals auch Alno für die Blockverrechnung parat steht. Ansonsten orientieren sich die Preise an der eingeführten Alno-Liste, doch soll verstärkt darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Zugeständnisse bei den Boni gemacht werden, um die Wirtschaftlichkeit nicht zu gefährden. „Wir garantieren jetzt national einheitliche Rechnungsabzüge“, betont Sandmann die Zielsetzung, Fairness in der Zusammenarbeit mit Verbänden und Händlern walten zu lassen.

In Vorbereitung sind zudem die nächsten Messeauftritte. So ist nicht nur der Stand für die Kölner LivingKitchen 2019 reserviert, sondern auch die neue Heimat in Ostwestfalen fast unterschriftsreif. Schon weil das frühere Wellmann-Zentrum in Enger zu groß geworden sei, sollen dann 400 qm in OWL als ganzjähriger Treffpunkt für Alno-Kunden zur Verfügung stehen. Und als weitere positive Rückmeldung in der Branche verkündete Sandmann: „Wir sind jetzt auch wieder AMK-Mitglied“. Das bedeutet: Nächste Woche bei der Jahrestagung in Mannheim wird es also schon mal in dieser Hinsicht ein echtes Revival geben.

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