Küchenmöbel im Minus
Im Inland knapp sechs Prozent verloren
Vor allem im Inland stockt das Küchengeschäft. Die jetzt veröffentlichten statistischen Daten weisen für die deutsche Küchenmöbelindustrie einen Umsatzrückgang im Inlandsgeschäft von 5,99 Prozent aus. Im Export hat dieser Zweig
Vor allem im Inland stockt das Küchengeschäft. Die jetzt veröffentlichten statistischen Daten weisen für die deutsche Küchenmöbelindustrie einen Umsatzrückgang im Inlandsgeschäft von 5,99 Prozent aus. Im Export hat dieser Zweig der Möbelindustrie jedoch um 6,96 Prozent zugelegt. Insgesamt ergab sich damit ein Umsatzrück von 3,57 Prozent.
Dr. Lucas Heumann, VdDK-Geschäftsführer, kommentiert diese Entwicklung so: "Die Jahreszahlen über die Entwicklung der Küchenmöbelindustrie spiegeln die Schwäche des Marktes wieder und geben ein realistisches Bild ab über die wirtschaftliche Situation der Branche." Für das schlechte Inlandsgeschäft macht Heumann insbesondere die seit fünf Jahren anhaltende Krise der Bauindustrie mit einer Jahr für Jahr abnehmenden Zahl von Neubaufertigstellungen verantwortlich. "Keine Teilbranche der Möbelindustrie ist so stark abhängig von der Entwicklung im Baubereich wie die Küchenmöbelindustrie." Mit Sorge beobachte man deshalb die Diskussion um eine mögliche Streichung der Eigenheimzulage.
Ins Aufgabenheft der Küchenmöbelindustrie gehörten für die nächste Zukunft
– die Reduzierung von Überkapazitäten,
– weitere Internationalisierung und
– der Aufbau tragfähiger Finanzierungssysteme.
Kürzfristig gelte es daher eine Exportquote von mindestens 30 Prozent anzustreben, langfristig sogar von 50 Prozent. Die Küchenmöbelindustrie habe sich bereits jetzt im Export von anderen Branchen abgesetzt. Hier würden auch langfristig Wachstumschanchen deutlich höher ausfallen als im Inlandsgeschäft. Schließlich gelte es, für die Veränderungen im Kreditwesenbereich gerüstet zu sein. Das Basel II-Abkommen werde die Entwicklung der mittelständischen Branche in den nächsten Jahren nachhaltig beeinflussen.

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