Kühne Pläne

Ikea-City in Hamburg

Möbel, Haus, Hotel und jetzt gleich ein ganzer Stadtteil: Ikea ist immer für eine Überraschung gut, wobei es eine Schwestergesellschaft ist, die heute mit einem "Stadtteil nach dem Ikea-Prinzip in

Möbel, Haus, Hotel und jetzt gleich ein ganzer Stadtteil: Ikea ist immer für eine Überraschung gut, wobei es eine Schwestergesellschaft ist, die heute mit einem "Stadtteil nach dem Ikea-Prinzip in Hamburg" für Schlagzeilen sorgt. Für Ikea-City wird, so steht es im "Hamburger Abendblatt", ein mindestens fünf Hektar großes, innenstadtnahes und bestandsfreies Areal gesucht, auf dem familienfreundlicher Wohnraum entstehen soll.
"Wir möchten einen neuen Stadtteil bauen, von dem Hamburg profitiert", sagte Harald Müller, Manager bei der Immobilientochter von Ikea, Landprop. Hamburg sei "eine der Prioritätsstädte in Deutschland, in denen wir aktiv Grundstücke suchen und hoffentlich bald fündig werden". Es soll kein Elitewohnraum werden, und Hochhäuser wird es auch nicht geben.
Pionier für die Stadtteil-Bebauung durch den schwedischen Möbelkonzern ist London. Dort heißt Ikea-City "Strand East" und Baubeginn soll 2013 sein. Im East End entstehen auf elf Hektar 1.200 Wohnungen, Büros für die Kreativbranche, Restaurants und Geschäfte. 40 Prozent des Wohnraums im Townhouse-Stil wird für Familien konzipiert. Für die Bauzeit sind drei Jahre eingeplant.
Ein Ikea-Einrichtungshaus werde es dort nicht geben, stellte Müller klar, denn die Inter Ikea Gruppe sei nur lose mit dem Möbelgiganten verbunden, auch Geschäftsbeziehungen zu den Machern der Ikea-Fertighäuser gäbe es nicht. Die Absicht, ein Studentenwohnheim und ein Hotel in Hamburg zu errichten, verfolgt Ikea weiter.