Christina van Dorp, Präsidentin des Handelsverbands Koch- und Tischkultur, sieht viele Handelsunternehmen aktuell besser aufgestellt als noch vor der Pandemie.

Perspektiven 2022: Christina van Dorp

„Ich sehe uns und viele Kolleg:innen besser aufgestellt als vor der Pandemie“

Was waren im vergangenen Jahr die größten Herausforderungen? Und welche Perspektiven ergeben sich für das neue Jahr? Die „P&G“ fragte bei Christina van Dorp, Präsidentin des Handelsverbands Koch- und Tischkultur sowie Geschäftsführerin von Van Dorp, Bonn, nach.

Wie ist das Pandemiejahr 2021 für Sie gelaufen?
Christina van Dorp: Das Pandemiejahr 2021 hat für uns viele Hochs und Tiefs mit sich gebracht. Die ersten Wochen des Jahres waren wir noch zuversichtlich bald wieder öffnen zu dürfen. So haben wir diese Zeit für die Inventur und für Lagerarbeiten genutzt. Schnell wurde uns jedoch klar, dass das Ende des Lockdowns lange noch nicht greifbar sein wird! Die kurzzeitige Öffnung des Handels, in NRW in den Wochen vor Ostern, mit 3G-Regel brachte uns einen kurzen Aufschwung und das Gefühl von „Normalität“. Dann ging es für uns wieder in den totalen Lockdown. Dennoch können wir dem Lockdown, bei all seiner Dramatik, auch Gutes abgewinnen. Wir haben die Chance genutzt bestehende Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und neu zu definieren. Wir haben uns mit unserem Sortiment intensiv auseinandergesetzt und neue Lieferanten aufgenommen. Neben click/ call & collect haben wir unsere ganze Power in den Ausbau unseres Onlineshops gesteckt. Nicht zuletzt um auch für einen neuerlichen (Teil-) Lockdown gut aufgestellt zu sein.

Welche Schlüsse ziehen Sie daraus? Und welche Perspektiven sehen Sie für 2022?
Christina van Dorp: Welchen Schluss ich aus der Pandemie für uns als Händler daraus ziehe ist klar: Wir haben die Kraft und die Fähigkeiten uns in kürzester Zeit an die sich veränderte Situation anzupassen! Allzu oft ist der non-food Handel „Bauernopfer“ der Pandemie geworden. Was dem Handel in den vergangen 21 Monaten abverlangt wurde ist enorm. Die freigesetzte Energie und Anpassungsbereitschaft sind jedoch nicht weniger enorm. Für 2022 sehe ich uns und viele Kollegen und Kolleginnen besser aufgestellt als vor der Pandemie. Prozesse sind innerhalb der Unternehmen schlanker geworden, Innovationen und Digitalisierung wurden von vielen in ihren Unternehmen vorangetrieben. Für uns, als etabliertes Familienunternehmen, hat sich zu dem sowohl die Bindung zu unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, sowie zu unseren Kunden und Kundinnen als Asset in der Pandemie gezeigt.

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