Brinkmeier-Geschäftsführer Horst Overbeck
“Ich bin nicht abhängig von Max Müller”
Auf Nachhaken von moebelkultur.de nahm Horst Overbeck gestern abend nochmals Stellung zu seinen neuen Aufgaben bei Brinkmeier Küchen. So bekräftigt dieser, dass er als neuer Mitgeschäftsführer neben Jörg Lührmann das
Auf Nachhaken von moebelkultur.de nahm Horst Overbeck gestern abend nochmals Stellung zu seinen neuen Aufgaben bei Brinkmeier Küchen. So bekräftigt dieser, dass er als neuer Mitgeschäftsführer neben Jörg Lührmann das Unternehmen soweit möglich sanieren will. Zu den realen Chancen könne er sich noch nicht äußern, weil er selbst erst seit letzter Woche mit dem Fall konkret betraut ist. Der zentrale Punkt sei nun aber: "Werden die Zusagen vom Einrichtungspartnerring VME eingehalten, dass die Aufträge entsprechend hereinkommen, und ist die Liquidität gewährleistet?" Um die Auslastung zu verbessern, sei auf jeden Fall eine Öffnung in der Vermarktung notwendig: "Die VME-Gruppe ist nach wie vor der größte Umsatzbringer, aber Brinkmeier wird sich frei am Markt behaupten müssen."
Bis zum 30. Juni läuft bei Brinkmeier noch die Kurzarbeit. Danach wird sich zeigen, ob es mit den derzeit 120 Mitarbeitern in Rödinghausen weitergeht.
Was die Verbindung zu Alno/Max Müller angeht, bestätigte Overbeck zwar, dass er zur Geschäftsführung der Comco Management (eine 100%ige Tochter von Müllers Comco Holding) gehört und das Mandat weiterhin gilt, doch betont der 70-Jährige seine formale Unabhängkeit: "Ich bin freiberuflich und auftragsbezogen tätig. Fakt ist, dass wir Brinkmeier sanieren wollen. Fakt ist auch, dass wir den Vertrieb selbst in die Hand nehmen und neue Partner suchen. Wahrscheinlich nicht in Deutschland, sondern auf internationaler Ebene." Auf weitere Spekulationen wolle er sich nicht einlassen.
Und wieder stellt sich damit die Frage für die Händler: Dem Lieferanten trotz aller offenen Fragen die Treue halten oder zurückhalten und damit dem Hersteller das bisher einzige Standbein entziehen?
Bei der Gesellschaft Star Investments Ltd. handelt es sich übrigens um ein neu gegründetes Unternehmen, an der außer Horst Overbeck fünf weitere Gesellschafter internationaler Herkunft beteiligt sind. Und wie berichtet, ist der Sitz auf den Turks and Caicos Islands. Dazu Overbeck: "Die Inselgruppe hat den Vorteil, dass man dort Firmen einfach und schnell gründen kann." Sicher nicht nur das.

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