Home24 und Westwing verbrennen immer noch Geld - wenn auch etwas weniger als bisher.

Rocket Internet

Home24 und Westwing verbrennen immer noch Geld

Das Handelsblatt packt heute Zahlen aus dem Hause Rocket Internet auf den Tisch. Grundlage ist der Bericht zu den Geschäften im ersten Halbjahr 2014. Vor allem die "Proven Winners", also jene Start-ups, deren Geschäftsmodelle sich bereits bewährt haben, machen den Samwer-Brüdern Freude, denn deren Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe sich um zwölf Prozentpunkte verbessert.

Zu diesen "Proven Winners" zählen auch Westwing und Home24, deren Ergebnisse sich in der Tat verbessert haben, jedoch jedem mittelständischen Händler nach wie vor die Tränen in die Augen treiben würden. Home24 hat im ersten Halbjahr 2014 59 Mio. Euro Umsatz gemacht - also schon 64 Prozent des gesamten Vorjahresumsatzes, der bei 93 Mio. Euro lag. Der Ertrag (EBITDA) sieht mit einem Minus von 14 Mio. Euro zwar deutlich besser, aber immer noch nicht rosig aus - ein EBITDA-Verhältnis zum Umsatz von minus 24 Prozent tut jedem Unternehmer weh.

Der Berliner Onlineshop hat nach Angaben von Rocket Internet im ersten Halbjahr 400.000 Aufträge abgewickelt - 37 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013.

Noch trüber sieht das Ergebnis von Westwing aus, wo bei einem Umsatz von 76 Mio. Euro (2013 gesamt: 112 Mio. Euro) das EBITDA bei minus 27 Mio. Euro liegt und damit im Verhältnis zum Umsatz minus 35 Prozent beträgt.

Insgesamt 900.000 Käufe sollen es bei Westwing im ersten Halbjahr gewesen sein, stolze 74 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

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