Pfleiderer AG
Holzwerkstoffe als Hoffnungsträger
Die Pfleiderer AG hat jetzt die vorläufigen Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres 2000 (1. Juni bis 31. Dezember) vorgelegt. Laut Pressemitteilung erwirtschaftete der Konzern in diesem Zeitraum 830,3 Mio. Euro und damit
Die Pfleiderer AG hat jetzt die vorläufigen Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres 2000 (1. Juni bis 31. Dezember) vorgelegt. Laut Pressemitteilung erwirtschaftete der Konzern in diesem Zeitraum 830,3 Mio. Euro und damit rund 10 Mio. Euro weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Berücksichtigt man allerdings die Firmenverkäufe des Unternehmens mit Stammsitz in Neumarkt, ergibt sich eine Umsatzsteigerung von 794,9 auf 808,7 Mio. Euro.
Das von Vorstandschef Ralf H. Bufe propagierte Ziel des qualitativen und weniger am Umsatz orientierten Wachstums, konnte Pfleiderer erreichen – wenn auch nur knapp. So kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwar um gut 15 Prozent von 47,7 auf 54,9 Mio. Euro, vor Steuern (EBT) ergibt sich allerdings nur noch ein Ergebnisansstieg von 30,1 auf 30,8 Mio. Euro.
Wobei in dieses Ergebisnis der Saldo aus außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen im Rahmen der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 7,1 Mio. Euro nicht eingerechnet ist.
Am erfreulichsten hat sich bei Pfleiderer dabei der Geschäftsbereich Holzwerkstoffe entwickelt. Bei einem Umsatzzuwachs von elf Prozent auf 449,8 Mio. Euro konnte das Ergebnis vor Steuern mit einem Anstieg von 11,6 auf 47,6 Mio. Euro mehr als vervierfacht werden.
Enttäuschend dagegen die Entwicklung in den baunahen Bereichen Türen und Fenster sowie Dämmstofftechnik. So sank der Umsatz im Geschäftsfeld Türen und Fenster um 28,4 auf 106,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entwickelte sich mit einem Rückgang von 4,6 Mio. Euro auf minus 2,8 Mio. Euro negativ.
Rückläufig war auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in der Sparte Dämmstofftechnik. So betrug der Umsatz hier nur noch 111,3 Mio. Euro nach zuvor 127,4 Mio. Euro. Das EBIT schnurte von 5,3 auf 0,7 Mio. Euro zusammen.
Im Geschäftsbereich Infrastrukturtechnik mit den Sparten Verkehr, Energie, Telekommunikation und Windkraft sank der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2000 gegenüber dem Vorjahr um 8,5 auf 156,6 Mio. Euro. Das EBIT verringerte sich um 9,1 auf 20,8 Mio. Euro.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren