HPE

Holzpreisindex steigt auf Rekordniveau

Die deutsche Holzpackmittelindustrie sieht sich zum Ende des Jahres 2017 mit deutlichen Kostensteigerungen beim Holzeinkauf konfrontiert. Der HPE-Holzpreisindex steigt auf einen neuen Rekordwert. Personal, Stahl und Transportdienstleistungen werden ebenfalls teurer, wie eine aktuelle Branchenauswertung belegt.

Der jüngste Branchenindex des HPE-Verbandes meldet für das vierte Quartal 2017 einen Anstieg der Massivholzpreise beispielsweise für Paletten von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Binnen Jahresfrist sind die von den Mitgliedsunternehmen gemeldeten Werte sogar um knapp 10 Prozent (9,7 Prozent) geklettert. Sperrholz und OSB für den Verpackungsmarkt haben sich um 10,4 bzw. 12,7 Prozent verteuert. „Das Ausmaß der Preissteigerungen beim Rohstoff Holz ist derzeit so hoch wie seit Jahren nicht mehr“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V., Jan Kurth. „Die dank guter Branchenkonjunktur hohe Schnittholznachfrage trifft derzeit auf ein deutlich eingeschränktes inländisches Angebot, was mitunter zu echten Belieferungsengpässen führt. Ausländische Märkte wie beispielsweise China oder Amerika saugen uns den Rohstoff regelrecht weg und sorgen teilweise sogar für Produktionsausfälle“, erläutert Kurth

Diese Preissteigerungen beim Schnittholz seien gegenwärtig gepaart mit weiteren Belastungen für die Unternehmen. Wie die Auswertung einer aktuellen Verbandsumfrage zeigt, sorgen sowohl die Personalkosten als auch die Aufwendungen für Stahl- und Nägelprodukte sowie für Transportdienstleistungen für weitere Belastungen. Während Löhne und Gehälter im Verlauf des Jahres 2017 bereits um rund 4 Prozent zulegten, haben sich die Beschaffungspreise für Stahl- und Nägelprodukte um gut 7 Prozent und für Transportdienstleistungen sogar um rund 7,5 Prozent erhöht. Unter dem Strich ist es damit in nahezu sämtlichen kostenrelevanten Bereichen der Herstellung von Paletten und Holzpackmitteln zu deutlichen Steigerungen gekommen. „Eine Entspannung der Situation ist angesichts der weiterhin gut laufenden deutschen Binnen- und Exportkonjunktur sowie des engen Beschaffungsmarktes für Roh- und Schnittholz derzeit nicht absehbar“, so Kurth abschließend.

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