Nobia
Hohe Gewinneinbrüche in allen Regionen
Zwar sank der Umsatz von Nobia im letzten Jahr nur um ein Prozent auf 15,991 Mrd. SEK (ca. 1,49 Mrd. Euro), doch musste der schwedische Konzern heftige Gewinneinbrüche hinnehmen. Das
Zwar sank der Umsatz von Nobia im letzten Jahr nur um ein Prozent auf 15,991 Mrd. SEK (ca. 1,49 Mrd. Euro), doch musste der schwedische Konzern heftige Gewinneinbrüche hinnehmen. Das EBIT sank laut heute veröffentlichter Bilanz 2008 um 30 Prozent auf 951 SEK (88 Mio. Euro), wobei allein das vierte Quartal für einen Rutsch um 66 Prozent sorgte. Der Gewinn nach Steuern betrug 555 Mio. SEK (51,6 Mio. Euro), also 42 Prozent weniger als im Vorjahr (im 4. Quartal: ein Minus von 87%!).
Als Erklärung für die hohen Verluste liefert Konzernchef Preben Bager verschiedene Gründe: Neben Absatzrückgängen hätten auch ungünstige Wechselkurse von Britischem Pfund und Schwedischen Kronen gegenüber Euro und Dollar den Gewinn belastet. Ebenso schlugen die hohen Investitionen in neue Handelsgeschäfte von Poggenpohl, Hygena und Magnet negativ zu Buche – insgesamt verfügt der Konzern jetzt über 694 Shops (88 davon gehen auf das Konto des Joint-ventures Culinoma). Dazu kamen Restrukturierungskosten für die skandinavische Tochter Novart und die Logistik bei Hygena.
Kontinentaleuropa u. a. mit den deutschen Töchtern Poggenpohl, Pronorm/Ewe und Optifit kam auf einen Umsatz von 4,750 Mrd. SEK (439 Mio. Euro), was einem Plus von zwei Prozent entspricht, bei allerdings 19 Prozent weniger Gewinn. UK verzeichnete ein Minus von 10 Prozent, Skandinavien plus 7 Prozent.
Als Antwort auf die Gewinneinbrüche hatte das Konzernmanagement bereits das Zusammenlegen von Business-Einheiten begonnen, um schlankere Kostenstrukturen zu erreichen. Nach Finnland und Norwegen wird sich der neueste Schritt in Dänemark vollziehen: Heute wurde der Beginn der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern bekanntgegeben, um die Produktion von Invita aus dem Werk Bording abzuziehen und in Olgod zu konzentrieren.

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