Statement zum Jahresstart

Hoffnung auf weniger Trouble Shooting

Corona und kein Ende. Bereits im zweiten Jahr wurde die Pandemie zum Haupttreiber für Veränderungen, bricht eingefahrene Strukturen auf und setzt für die Zukunft eine ganze Reihe von Fragezeichen. Einerseits stehen die Themen Einrichten und Homing weiterhin hoch im Kurs, andererseits steigt mit der Lieferkettenproblematik jedoch die Inflationsrate, was zum Abschmelzen der Kaufkraft und -lust führen kann. Wir haben nachgefragt, mit welchen Erwartungen Entscheider das herausfordernde Jahr 2022 angehen. Hier die Antwort von Wolfgang Kettnaker, CEO Kettnaker Möbelmanufaktur:

"Ich bin relativ positiv gestimmt, aber nicht euphorisch. Bedenklich ist nach wie vor die Versorgungslage. Wir hatten zwischenzeitlich über 1,8 Mio. Euro EK-Volumen wegen Zulieferproblemen vor uns hergeschoben, das eigentlich schon faktoriert sein sollte. Zudem haben wir unseren Rohwarenbestand um 20 bis 30 Prozent erhöht, um überhaupt lieferfähig zu sein. Überall macht sich der „Klopapiereffekt“ bemerkbar, in der Form, dass Material „gebunkert“ wird.

Aber neben der Materialverfügbarkeit war die exorbitante Preisentwicklung im Einkauf die größte Herausforderung. Wenn man in solch einer Situation nicht gesund aufgestellt ist, hebelt das ein Unternehmen aus. Deshalb sehe ich für 2022 die größte Aufgabe darin, die Materialverfügbarkeit zu gewährleisten. Wir brauchen kein quantitatives Wachstum, sondern müssen unsere Kunden wieder sauber und zuverlässig innerhalb üblicher Lieferzeiten bedienen. Neben der Materialverfügbarkeit und den steigenden Preisen ist aber sicherlich auch das Thema Fachkräftemangel eine der großen Herausforderungen geworden. Ich wünsche mir für 2022 wieder normales Arbeiten und weniger Trouble Shooting."

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