Otto

Höchster Gewinn seit über zehn Jahren - bis 2015 soll Umsatz um 400 Mio. Euro steigen

Heute Mittag hat die Otto-Einzelgesellschaft im Hamburger Prototyp-Museum seine Bilanz für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2012/13 (28. Februar) bekannt gegeben. Demnach erzielte der Konzern in seinen Sparten Mode, Wohnen und Technik einen Umsatz in Höhe von 2,1 Mrd. Euro (+ 2 Prozent). Der E-Commerce-Anteil macht mittlerweile ca. 80 Prozent aus. Dabei freute sich Konzern-Vorstand Alexander Birken vor allem über den höchsten Gewinn seit über einem Jahrzehnt - ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen, wobei der "Rentabilitätszielkorridor", so Birken, zwischen drei und fünf Prozent liege. "Hinter uns liegt ein ausgezeichnetes Jahr mit einer herausragenden Profitabilität, deutlich über Plan. Vor allem die Berufung eines eigenständigen Otto-Bereichsvorstands macht sich bezahlt." Diesen gibt es seit Mitte 2012 und er verantwortet ausschließlich die Geschicke der Einzelgesellschaft. Das Führungsteam, bestehend aus Dr. Michael Heller (Angebots- und Category Management), Petra Scharner-Wolf (Personal, Steuerung und IT) sowie Marc Opelt (Marke Service und E-Commerce), konnte demnach bereits in den ersten Monaten im Amt ergebnissteigernde Maßnahmen umsetzen.

Mit dem finanziellen Polster der Otto-Einzelgesellschaft, die rund 17 Prozent des Gesamtumsatzes der Otto Group erwirtschaftet, soll umfangreich investiert werden - insgesamt ein dreistelliger Millionenbetrag. Erstens in den Bereich IT, zweitens ins Sortiment, drittens in die stärkere Sichtbarkeit der Marke und viertens in den Onlinebereich. Hier dürften die Investitonen am größten sein, da derzeit, mit einem rund 100köpfigen Team, eine komplett neue Plattform entwickelt wird.

Alles natürlich Maßnahmen, um den Umsatz weiter zu steigern. Bis 2015 plant Otto mit 2,5 Mrd. Euro - einem Plus von immerhin 400 Mio. Euro! Wobei aber nie die Profitabilität aus den Augen verloren werden soll. "Wir wollen weiter wachsen - aber nachhaltig", betont Alexander Birken.

Im kommenden Jahr wird der Mode-Bereich, der rund die Hälfte des Umsatzes ausmacht, in den Fokus gestellt. Denn Otto stehe für Lebensfreude und Mode. Deshalb will sich das Unternehmen genau auf diesen Markenkern konzentrieren. Um das Bekenntnis zu Fashion auch kampagnenseitig zu unterstreichen wurde für die Frühjahr-/Sommersaison ein zusätzlicher zweistelliger Millionenbetrag investiert. "Gemeinsam mit der Agentur Heimat aus Berlin haben wir eine völlig neue Kampagne entwickelt", so Marc Opelt "Kreativität und Qualität der Umsetzung stehen im Vordergrund. Wir erzählen Geschichten mit einer überraschenden Wendung - Humor kommt vor plattem Witz." Ab 12. März werden sechs Wochen lang TV-Spots laufen, ab 26. März wird die Kampagne außerdem mit Plakaten und Citylights unterstützt, zusätzlich gibt es die Making-ofs auf YouTube zu sehen.

Im Vorfeld der Bilanz-Pressekonferenz wurden heute auch die neuen "Otto-Presenter" vorgestellt. Das sind in diesem Jahr zwei prominente Gesichter aus der internationalen Modewelt. Die New Yorker Schauspielerin und Model Olivia Palermo und ihr deutscher Lebensgefährte und Männermodel Johannes Huebl. "Wir hätten wohl kein passenderes Duo finden können, das gleichermaßen für einen internationalen und modischen Lifestyle steht und damit hervorragend das verkörpert, was Otto innerhalb der Fashionausrichtung plant", schwärmte Marc Opelt. Das Blitzlichtgewitter, das die beiden Models heute erzeugten, war jedenfalls schon recht imposant.

Und von der Mode-Kampagne soll im Endeffekt natürlich auch das Segment Wohnen profitieren, betonte Dr. Michael Heller auf Nachfrage von moebelkultur.de. Der immerhin zweitstärkste Bereich mache aber auch jetzt schon "viel Freude". Mehr zu den Möbelplänen von Otto lesen Sie in der März-Ausgabe der "möbel kultur".

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