Wellemöbel

Heute wurde Insolvenz angemeldet

Und wieder ist ein Möbelhersteller in eine zu extreme Schieflage geraten: Wellemöbel hat heute beim Amtsgericht Paderborn für die Gesellschaften Wellemöbel Beteilings GmbH & Co. KG, Wellemöbel Verwaltungs GmbH, Wellemöbel GmbH, MF Bad Lippspringe GmbH und Howelpa Logistik GmbH einen Antrag auf Einleitung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt. Das teilte das Unternehmen heute mit. Der Fachanwalt für Insolvenzrecht Dr. Frank Kebekus aus Düsseldorf wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Derzeit prüft er die Fortführung- und Sanierungsmöglichkeiten der Unternehmensgruppe.

Betroffen sind rund 530 Mitarbeiter, die an den zwei Standorten Bad Lippspringe und Alsfeld Schlaf-, Büro-, Jugend- und Babyzimmermöbel produzieren. Die Gründe sind vielfältig. Der Umsatzrückgang, der Importdruck durch osteuropäische Lieferanten, die aufgrund von Lohnkostenvorteilen und Steuerentlastungen preiswerter fertigen können. Dass die EU Investitionen in Immobilien und Maschinen mit über 70 Prozent subventioniert, kommt verschärfend hinzu.

Alle Mitarbeiter, auch die vom Paderborner Logistikunternehmen Howelpa, das den Möbelfachhandel beliefert, sind über den Insolvenz-Antrag informiert worden.

 

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