Alno

Heumann macht Mut

Im Interview mit der „Neuen Westfälischen“ spricht Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer der Verbände der Holz- und Möbelindustrie, über die Alno-Krise. Die Küchenbranche schafft ein verzerrtes Bild. Während Nobilia und Häcker kräftig expandieren, meldet Alno Insolvenz an. Grundsätzlich geht es der Branche laut Heumann gut. Jedoch wachsen die Exportmärkte schneller als das Geschäft in Deutschland – Wegen des hohen Pro-Kopf-Verbrauchs in Deutschland ist wenig Wachstum möglich, was zu einem starken inländischen Wettbewerb führt. Um diesen standhalten zu können, müssen die Hersteller ein hohes Maß an Produktivität mit hohem technischen Standard bieten. „Weil es immer noch Überkapazitäten gibt, haben wir Gewinner und Verlierer.“

Im Vergleich zu früher ist die Küche heute mehr als nur ein Ort zum Kochen: Sie bedeutet Essen, Wohnen, den Abend verbringen. Heumann erklärt: „In der Küchenmöbelindustrie sind in den vergangenen zehn Jahren Arbeitsplätze aufgebaut worden. Es gibt Unternehmen, die Mitarbeiter suchen. Wenn Firmen wachsen, dann wird man dort auch mehr Arbeitskräfte brauchen.“ Das ist ein gutes Signal für die Wellmann-Mitarbeiter, die nach der Insolvenz um ihren Job bangen.

Nach Angaben von „Radio Herford“ nahmen die Wellmann-Mitarbeiter die Nachrichten aus Pfullendorf weitestgehend ruhig und gelassen. Die Löhner sind bis Ende September durch das Insolvenzgeld gesichert. Alno sieht vor, das Unternehmen bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres wieder in eine positivere Richtung zu steuern.

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