V-Zug

Hervorragendes erstes Jahr nach dem Spin-off

Anstelle der regulären Generalversammlung hat die Schweizer V-Zug Holding AG jetzt aufgrund der Covid-19-Pandemie eine virtuelle Aktionärsinformation in Videoform herausgegeben, worin der Präsident des Verwaltungsrates Oliver Riemenschneider sowie CEO Peter Spirig und CFO Adrian Ineichen die wichtigsten Entwicklungen zusammenfassen. Dies stellt zugleich die erste Bilanz nach der formalen Trennung von der Metall Zug Gruppe (Spin-off) und dem Börsengang dar, in der nun fast ausschließlich Hausgeräte und zu einem geringen Teil Immobilien das operative Geschäft ausmachen.

Dabei weist der Finanzbericht 2020 ausgesprochen positive Zahlen auf. So ist der Nettoumsatz aus dem Hausgerätegeschäft um 4,7 Prozent auf 569,4 Mio. CHF (520,64 Mio. Euro) gestiegen. Die Marktführerschaft in der Schweiz konnte mit 4 Prozent Plus gehalten werden. Um 42 Prozent zugelegt hat indes das internationale Eigenmarkengeschäft (ca. zwölf Prozent Anteil am Gesamtumsatz). Vor allem Zuwächse in Australien, China, Singapur und Deutschland sorgten für das gute Abschneiden im Ausland. Das EBIT steigerte sich auf 49,2 Mio. CHF (44,99 Mio. Euro) u.a. durch erhebliche Kostenreduktionen, nicht zuletzt als Folge der coronabedingten Ausfälle von Messe-, Reise- und Marketingausgaben. Der Free Cash Flow stieg auf 42 Mio. CHF (38,40 Mio. Euro), die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf über 70,9 Prozent. Aufgrund dieser starken Bilanz ist V-Zug mit seinen 2.000 Mitarbeitern in der Lage, weitere Zukunftspläne durch eigene Mittel zu finanzieren, so heißt es.

Laut CEO Peter Spirig ist V-Zug auch ins Jahr 2021 gut gestartet und kann bislang die Lieferfähigkeit hoch halten. Wichtig wird dies vor allem bei der neuen „Excellence Line“ für die Küche, die international im Premiumsegment für weitere Erfolge sorgen soll. Nach dem Launch in der Schweiz seit März kommt die Einbaugeräteserie im Juni auf den deutschen Markt.

CFO Adrian Ineichen hob nochmals die Anstrengungen für den umfassenden Transformationsprozess in Produktenentwicklung und digitale Plattformstrategien in der Fertigung hervor, die zu extremer Flexibilität und Beschleunigung der Prozesse geführt haben. Entscheidend sind diese auch für das internationale Vorankommen. Neben der „vertikalen Fabrik“ in Zug einschließlich F&E forderten die in diesem Jahr fertiggestellte Kühlschrankfabrik in Sulgen sowie der entsprechende Umzug von Arbon hohe Investitionen. Über allen Aktivitäten stehe der Aspekt der Nachhaltigkeit, sodass V-Zug inzwischen CO2-neutral produziert (teilweise durch Fonds kompensiert). Neben der weiteren Internationalisierung wird dies auch künftige Projekte begleiten.

Mehr zu V-Zug lesen Sie in der neuesten Ausgabe "Küche Premium" der möbel kultur 5/2021.

Diese Seite teilen