Highlight: Die neu gestaltete Ausstellung von Rolf Benz in Nagold.

Hausmesse Süd

Hersteller gut vorbereitet

Die diesjährige Hausmesse Süd, die gestern zu Ende ging, hatte einiges zu bieten. Denn dieses Mal gab es nicht nur die "normalen" Neuheiten. Viele Hersteller hatten zusätzlich in ihre Ausstellungen investiert - oder ganz neue Konzepte an den Start gebracht.

Herausragend ist sicherlich das umgebaute Ausstellungszentrum von Rolf Benz in Nagold. Allein der neue, 425 qm große Empfangsbereich verspricht viel. Von hier kann sich der Kunde dann entscheiden, ob er zuerst die neu gestaltete, viel wohnlichere Fläche von Rolf Benz besucht - auf 2.200 qm der größte Bereich - oder als erstes rechts abbiegt und die junge Marke Freistil begutachtet. Auch hier wird viel Wert auf eine lebensnahe Präsentation gelegt. Auf den 850 zusätzlichen Quadtametern werden hier die vier Themen "Granny Cool", "Art Loft", "Marokko" und "Mad Men" inszeniert. Als dritten Baustein hat Rolf Benz zusätzlich erstmals großzügig seine Contract-Schiene vorgestellt. Außerdem ein Symposium veranstaltet zu dem an zwei Tagen jeweils 100 Architekten vor Ort waren, unter ihnen auch Hadi Teherani.

Erpo-Vertriebschef Stefan Bornemann, der bereits im Vorfeld mit seiner Kampagne "Stoffe sind mein Leder" auf sich aufmerksam gemacht hatte, zeigte eine sehr stimmige, hochwertige Stoffkollektion, die mit dem niederländischen Unternehmen De Ploeg entwickelt wurde. Die Stoff-Offensive kam beim Handel jedenfalls gut an, als Ergänzung zur Lederkompetenz von Erpo.

Rauch wiederum hat mit "20 up" ein neues Einzelschranksystem lanciert, das die Marke Steffen stärken soll. Es beinhaltet neun Frontvarianten (Schweber und Drehtüren), 15 Frontausführungen, zehn Absetzungs- und sieben Korpusfarben. Weiteres Highlight in Freudenberg war ein neues "Vintage"-Zimmer von Select.

Wössner gibt weiter Gas in Richtung Modernität. Mit seiner Umstrukturierung liegt der Essplatz-Spezialist, laut Gesamtvertriebsleiter Oliver Gutekunst, "voll im Plan" - ohne jedoch seine angestammten Stärken zu vernachlässigen. Im Dining-Bereich sind das zentimetergenaue Bänke, die jetzt auch in drei verschiedenen Sitzhärten angeboten werden.

Und Gwinner hat zwar nicht so großflächig umgebaut wie Rolf Benz, seine Ausstellung aber auch luftiger gestaltet, was die Möbel noch besser zur Geltung kommen lässt. Neuheit ist hier "Felino", ein modernes Wohnprogramm, wieder mit ganz eigener Formensprache.

Alle weiteren News zu Hausmesse Süd lesen Sie in der November-Ausgabe der "möbel kultur". Die ersten Impressionen sehen Sie in unserer Bilderstrecke.

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