Die Lieferkettenproblematik wird die Branche auch 2022 weiter begleiten.

Round Table

Heißes Thema braucht kühle Köpfe

Die Materialversorgung war 2021 neben der Pandemie die größte Herausforderung der Branche. Das brisante Thema scheint aber noch lange nicht gelöst zu sein. Die „möbel kultur“ diskutierte  mit Matthias Berens, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei der Baumann Group, mit EMV-Geschäftsführer Ulf Rebenschütz und Dr. Timo Renz, Managing Partner von Dr. Wieselhuber & Partner, über die Hebel, die die Branche jetzt stellen kann und darüber, wie Industrie und Handel besser im Schulterschluss in die Zukunft blicken können.

So ist Ulf Rebenschütz davon überzeugt, dass wir im Bereich der E-Geräte mindestens noch ein weiteres Jahr mit massiven Problemen zu kämpfen haben werden. „In den anderen Warengruppen lässt die Nachfrage bereits spürbar nach, sodass sich die Lieferzeitensituation insgesamt etwas entspannen wird. Gleichwohl hat und wird uns das Umsatz kosten.“ Matthias Berens bestätigt diese Einschätzung: „Ich kann das nur bestätigen. Aufgrund des abebbenden Auftragseingangs normalisieren sich die Lieferzeiten wieder und dürften voraussichtlich im ersten Quartal wieder bei vier bis sechs Wochen liegen, je nach Produktgruppe. Was sicherlich für den Handel gut ist. Allerdings mit der Einschränkung, dass die Versorgungsstabilität für alles, was irgendwo einen Stecker hat, nicht gegeben ist.“

Die Industrie musste 2021 viel improvisieren und Krisenmanagement war gefragt. Doch das allein reicht nicht mehr. „Über operative Methodik und über Spielregeln in der Branche wird aus meiner Sicht zu wenig nachgedacht“, sagt Dr. Timo Renz.

Lesen Sie, welche Maßnahmen jetzt greifen können in der Januar-Ausgabe der „möbel kultur“. Neugierig geworden? Die „möbel kultur“ können Sie hier erwerben.

Diese Seite teilen