Möbel Heinrich
Heinrich Struckmann ist verstorben
Die Branche gedenkt einer großen Persönlichkeit: Heinrich Struckmann ist im Alter von 79 Jahren verstorben. In einer 56-jährigen Firmengeschichte hat er aus einem kleinen Möbelunternehmen einen Local Hero geformt. Dabei
Die Branche gedenkt einer großen Persönlichkeit: Heinrich Struckmann ist im Alter von 79 Jahren verstorben. In einer 56-jährigen Firmengeschichte hat er aus einem kleinen Möbelunternehmen einen Local Hero geformt. Dabei hat er nie seine mittelständische Bodenhaftung verloren und war stets ein Chef zum Anfassen mit besonderer Ausstrahlung und hoher fachlicher Kompetenz.
Geboren wurde Struckmann am 12. August 1934 in Waltringhausen. Seine Karriere in der Möbelbranche beginnt 1951, als er eine Lehre in den Nenndorfer Kleinmöbelwerken NKW antritt. Schon im Folgejahr besucht er zum ersten Mal die Möbelmesse in Köln. 1955 übernimmt er einen Vertreterposten bei der Möbelfirma Schwarzer aus Wennigsen, bevor er 1958 den Schritt in die Selbständigkeit wagt und in Rodenberg auf 120 qm ein eigenes Möbelgeschäft eröffnet. 1961 heiratet er seine Frau Inge geb. Sölter, 1962 und 1964 werden seine beiden Söhne Heiner und Henning geboren.
Familiäres Glück und beruflicher Erfolg gehen in den Folgejahren Hand in Hand:
1965: Eröffnung eines 2.000 qm großes Möbelhauses in Bad Nenndorf, 1971: Bau der ersten großen Lagerhalle, 1975: Übernahme des Möbelhauses Schlüter in Stadthagen, 1977: Bau eines großen Lagers in Stadthagen, 1979: Bau eines Möbelhauses in Hameln, 1981: Eröffnung der ersten Mögrossa-Filiale (Möbelgroßmarkt für Selbstabholer) in Langenhagen, 1982: Übernahme eines Möbelhauses in Kirchlengern, 1983: zweite Mögrossa-Filiale in Peine, 1990: Errichtung eines modernen Hochregallagers in Stadthagen, 1996: Genehmigung des Flächennutzungsplans in Bad Nenndorf (nach einem über 20 Jahre andauernden Genehmigungsverfahren), 1998: Bau des jetzigen Möbelhauses in Bad Nenndorf in unmittelbarer Autobahnnähe, in der Folge weitere Eröffnungen von Mögrossa-Filialen in Landesbergen und Stadthagen, 2004: Erweiterung der Filiale in Bad Nenndorf, 2006: Umbau und Modernisierung der Filiale Hameln, 2008: 50 Jahre Möbel Heinrich, 2010: Abriss und Neubau des Möbelhauses in Kirchlengern, 2011: Goldene Hochzeit, 2013/2014: Erweiterungsbau in Hameln.
Struckmann zeichnete sich durch sein soziales Engagement aus, seine Leidenschaften waren das Reisen und der Sport (Handball, Tennis, Skifahren), das größte Hobby war aber stets seine Familie. Struckmanns großer Wunsch, dass eines seiner sechs Enkelkinder ins Unternehmen eintritt, konnte ihm leider nicht mehr erfüllt werden.
Eine Bilanz, die beeindruckt. Seine beiden Söhne, die schon seit Jahren operativ das Geschäft leiten, wollen sein Lebenswerk nun fortführen. Dazu gehören die drei vorhandenen Filialen in Bad Nenndorf, Hameln und Kirchlengern sowie die Mögrossa-SB-Kette, zu der heute vier Filialen zählen. Insgesamt beschäftigt das Union-Mitglied heute über 500 Mitarbeiter. Denen hat er immer vorgelebt, was Freude am Kunden bedeutet. Denn sein Credo lautete: "Wer nicht lächeln kann, sollte keinen Laden aufmachen."
Die Beisetzung fand bereits am 20. Juni in Bad Nenndorf statt.

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