Die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels vertritt seit über 50 Jahren die außenwirtschaftlichen Interessen des deutschen Einzelhandels

G20-Gipfel

Handelsverband fordert Maßnahmen gegen Protektionsimus

Im Vorfeld des heute und morgen in Cannes stattfindenden 6. G20-Gipfels appelliert die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) an die Regierungen der G20-Mitgliedstaaten, auf eine Annäherung in wichtigen Themenfeldern hinzuarbeiten.

Dabei geht es dem Interessenverband vor allem um das internationale Währungssystem, die Einführung einer internationalen Finanztransaktionssteuer, die Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen sowie den Abbau von Handelsschranken.

In diesem Zusammenhang verwies der Hauptgeschäftsführer der AVE, Jan A. Eggert, auf einen Bericht der EU-Kommission, wonach zwischen Oktober 2010 und September 2011 131 neue Handelsbeschränkungen durch die wichtigsten Handelspartner der EU eingeführt wurden. "Offensichtlich haben es viele Länder noch immer nicht verstanden, dass protektionistische Maßnahmen kein geeignetes Mittel sind, um ein Land wirtschaftlich voranzubringen", sagt der Hauptgeschäftsführer. Auch wenn der wieder um sich greifende Protektionismus derzeit von den Finanzmarktproblemen überlagert werde, so sollten sich die Regierungen der G20 stets der Tatsache bewusst sein, dass ungehinderte Handelsbeziehungen einen wesentlichen Beitrag zu stabilen Märkten leisteten.

Zum Hintergrund:

Die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels vertritt seit über 50 Jahren die außenwirtschaftlichen Interessen des deutschen Einzelhandels, der im Rahmen seiner weltweiten Einkaufspolitik auf eine reibungslose Einfuhr von Konsumgütern aller Art angewiesen ist. Mit der stetig zunehmenden Internationalisierung des Einzelhandels wächst für die AVE jedoch auch die Bedeutung des Marktzugangs in Ländern außerhalb der Europäischen Union. Darüber hinaus engagiert sicht die AVE für eine strikte Einhaltung von Sozialstandards in den Lieferländern.

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