Felke Möbel insolvent

Handelsaktivitäten nicht betroffen

Die Michael Felke Möbelwerke GmbH & Co. KG in Sohren hat Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Betroffen sind 76 Mitarbeiter, davon 55 im Wohnzimmerwerk Hermeskeil. Die Inhaberfamilie Felke musste, nach eigenen Angaben, bereits in den vergangenen Jahren "erhebliche" Geldmittel aufbringen um den Betrieb des Traditionsunternehmens (seit 1919) aufrechtzuerhalten. Neben der derzeit negativen Branchenlage drückten Felke jetzt vermehrt die langfristigen Verbindlichkeiten aus der Betriebsrente. Zitat. "Das Missverhältnis von zuletzt 464 Betriebsrentnern gegenüber von 55 in der Produktion tätigen Mitarbeitern hat also schlussendlich zur Insolvenzentscheidung ausschlaggebend beigetragen." Verhandlungen mit dem Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) in Köln, außerhalb einer Insolvenz zu einem Vergleich zu kommen, waren gescheitert.

Noch ausstehende Lieferantenverbindlichkeiten können noch "weitestgehend" bedient werden. Die Betriebsrente wird jetzt, mit Einleitung des Insolvenzverfahrens, von der PSV übernommen.

Nicht betroffen von der Insolvenz sind die COMO Möbelzentren sowie die SB-Möbel Sparmärkte, insgesamt 12, der Familie Felke. Diese befinden sich, laut Felke, sogar in einer Phase des Umsatzaufschwungs. Darüber hinaus will die Geschäftsleitung intensiv an der weiteren Entwicklung des Gewerbeparks Sohren, auf dem Gelände des ehemaligen Schlafzimmerwerks, arbeiten.

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