Küchen-Quelle

Hamburg macht dicht - aber es besteht weiter Hoffnung

Offiziell am 31. Dezember wird der Hamburger Küchen Quelle-Megastore schließen. Doch schon jetzt sind fast alle Musterküchen in dem beim Elektromarkt Medimax integrierten Shop-in-shop verkauft. Bei Rabatten von bis zu 70 Prozent sei der Abverkauf rasend schnell gegangen, berichtete eine Mitarbeiterin gegenüber der "möbel kultur". Die Entscheidung über die Schließung wurde bereits im August getroffen.

Doch das Beispiel Hamburg-Stellingen bleibt derzeit noch die Ausnahme. In den anderen "Megastores" in Amberg, Frankfurt, Nürnberg, Freiburg und Regensburg findet derzeit kein Räumungsverkauf, sondern vielmehr ein Verkaufsstopp statt. Denn es besteht weiterhin Hoffnung auf einen Investor, betont Sprecher Thomas Schulz gegenüber der "möbel kultur". Nachdem sich am 20.Oktober eine Gesamtlösung für Arcandor zerschlagen hatte, habe es einen "Wäschekorb voller Anfragen" gegeben, von denen ein Dutzend Kaufinteressenten für einzelne oder mehrere Teile aus dem Quelle-Verbund übrig blieben. Mit diesen werde nun parallel verhandelt. Wie viele davon für Küchen-Quelle relevant sind, gab der Sprecher nicht an. Brancheninsider werten jedoch die Tatsache, dass bislang verhältnismäßig wenig Mitarbeiter aus dem Küchenverkauf entlassen wurden, als Bestätigung dafür, dass der Insolvenzverwalter an eine ernsthafte Perspektive für die Sparte des Versenders glaubt. Zwar soll der Außendienst - der wichtigste Vertriebszweig von Küchen-Quelle - von ehemals 130 auf rund 80 Mitarbeiter reduziert sein. Doch für den Insolvenzverwalter sind die Aussichten auf einen Investor offenbar gut genug, um sich diese teure "Warteschleife" des Personals zu leisten. Wobei jetzt die Zeit allerdings angesichts der prekären Finanzlage immer mehr drängt.

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